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Erneut Angst vor Kahlschlag im Eggarten ‒ Investoren reagieren auf Vorwürfe

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Von: Benedikt Strobach

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Am nördlichen Ende der Rehstraße wurden Sträucher und Gehölz für Testschürfungen gefällt. Martin Schreck sieht darin einen bösen Vorboten für die geplante Kampfmittelbergung.
Am nördlichen Ende der Rehstraße wurden Sträucher und Gehölz für Testschürfungen gefällt. Martin Schreck sieht darin einen bösen Vorboten für die geplante Kampfmittelbergung. © Benedikt Strobach

Im Eggarten sind kürzlich Vorarbeiten für die Entfernung der Altlasten erfolgt – Die Initiative „Rettet den Eggarten“ befürchtet mehr Rodungen.

Lerchenau - „Hier droht Kahlschlag“, warnt Martin Schreck. Der Lerchenauer ist Teil der Initiative „Rettet den Eggarten“ – und über die jüngste Entwicklung im Quartier verärgert.

Erneut Angst vor Kahlschlag im Eggarten: Investoren reagieren auf Vorwürfe

„Die Investoren haben bei Testuntersuchungen für die geplante Kampfmittelräumung eine Handballfeld- und eine Tennisplatz-große Fläche im Norden der Rehstraße plattgemacht“, erklärt er. Zwar seien dort keine großen Bäume gefällt worden. „Was aber, wenn südlich, wo hohe Bäume stehen, etwas gefunden wird? Wird dann dort auch einfach alles abgeholzt? Das muss doch anders gehen.“ Die versprochenen 60 Prozent an Bäumen, die erhalten werden, seien sonst eine Farce, mahnt Schreck.

Der Ärger im Eggarten ist vergangenen Herbst und diesen Frühling wieder hochgekocht, als Häuser der Kolonie abgerissen wurden. Versuche, diese zu retten, scheiterten.

Droht nun der nächste Schlag? Philipp Heimerl, Sprecher der Firma „Eggarten Projektentwicklung“, beruhigt auf Hallo-­Anfrage: „Wir haben eine erste Erkundungsschürfung durchgeführt. Es wurden keine großen Bäume gefällt.“ Die Maßnahme sei mit der Unteren Naturschutzbehörde abgesprochen und diene dazu, das weitere Vorgehen zu planen. Erst, wenn die Ergebnisse des Tests vorliegen, könne man sagen, wie es mit den Kampfmitteluntersuchungen weitergeht. Heimerl ergänzt: „Unser Ziel bleibt es, 60 Prozent der Bäume zu erhalten.“

Nach der Brandstiftung auf der Baustelle im Eggarten wurden zur Überwachung Kameras auf dem Gelände aufgestellt.

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