Heideflächenverein stellt vor

Sicher durchs Naturschutzgebiet - Neues Besucherkonzept für die Fröttmaninger Heide

(Von links) Christine Joas, Dietmar Gruchmann, Verena Dietl, Patric Wolf und Tobias Maier stehen vor dem Schild am Eingang zur Fröttmaninger Heide beim HeideHaus.
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(Von links) Christine Joas, Dietmar Gruchmann, Verena Dietl, Patric Wolf und Tobias Maier stehen vor dem Schild am Eingang zur Fröttmaninger Heide beim HeideHaus.

Jahrelange Bürgerdialoge und aufwändige Kampfmittelräumung sind nun abgeschlossen, das Ziel scheint erreicht: Das Besucherkonzept für die Fröttmaninger Heide steht und soll Sicherheit und Orientierung beim Durchstreifen des 347 Hektar großen Biotops garantieren.

Dietmar Gruchmann (SPD), Vorsitzender des Heideflächenvereins und Garchings Bürgermeister, sprach von einem Meilenstein: „Das 20 Kilometer lange Wegenetz der Heide ist nun vollständig von Kampfmitteln befreit. Das Konzept bietet allen Besuchern Sicherheit – wenn sie sich an die Vorschriften halten.“

Münchens Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) betonte, wie wichtig die Erhaltung der Heide sei, sowie deren Bedeutung als Erholungsgebiet: „Wir wollen die Flächen erlebbar machen.“

Heideflächenverein stellt Besucherkonzept für die Fröttmaninger Heide vor

Verlässt man den U-Bahnhof Fröttmaning im Süden, kann man bereits einen ersten Blick auf HeideHaus und Fröttmaninger Heide werfen.
Verlässt man den U-Bahnhof Fröttmaning im Süden, kann man bereits einen ersten Blick auf HeideHaus und Fröttmaninger Heide werfen. © Benedikt Strobach
(Von links) Christine Joas, Dietmar Gruchmann, Verena Dietl, Patric Wolf und Tobias Maier stehen vor dem Schild am Eingang zur Fröttmaninger Heide beim HeideHaus.
(Von links) Christine Joas, Dietmar Gruchmann, Verena Dietl, Patric Wolf und Tobias Maier stehen vor dem Schild am Eingang zur Fröttmaninger Heide beim HeideHaus. © Benedikt Strobach
Über das gesamte Wegenetz veranschaulichen mit Piktogrammen versehene Pfosten aus Rubinienholz wo man abseits des Weges laufen darf...
Über das gesamte Wegenetz veranschaulichen mit Piktogrammen versehene Pfosten aus Rubinienholz wo man abseits des Weges laufen darf... © Benedikt Strobach
… und wo dies noch nicht möglich ist.
… und wo dies noch nicht möglich ist. © Benedikt Strobach
Auch die Kampfmittel-Warnschilder sind immer noch präsent und wichtig. Viele Flächen sind nämlich noch nicht geräumt.
Auch die Kampfmittel-Warnschilder sind immer noch präsent und wichtig. Viele Flächen sind nämlich noch nicht geräumt. © Benedikt Strobach
Auch heute können noch Spuren militärischer Nutzung künstlerisch arrangiert beim Heidebesuch betrachtet werden.
Auch heute können noch Spuren militärischer Nutzung künstlerisch arrangiert beim Heidebesuch betrachtet werden. © Benedikt Strobach
Schilder informieren über die frühere militärische Nutzung des Geländes...
Schilder informieren über die frühere militärische Nutzung des Geländes... © Benedikt Strobach
… sowie über die Tier- und Pflanzenwelt, die in der Heide leben.
… sowie über die Tier- und Pflanzenwelt, die in der Heide leben. © Benedikt Strobach
Im HeideErlebnisPfad können bei einem künstlich angelegten Teich nahe des HeideHauses Wechselkröten und deren Kaulquappen beobachtet werden.
Im HeideErlebnisPfad können bei einem künstlich angelegten Teich nahe des HeideHauses Wechselkröten und deren Kaulquappen beobachtet werden. © Benedikt Strobach
Auch kann man sich dort in ein Duftfeld legen.
Auch kann man sich dort in ein Duftfeld legen. © Benedikt Strobach
Mit Glück trifft man beim Heidebesuch sogar eine Schafherde.
Mit Glück trifft man beim Heidebesuch sogar eine Schafherde. © Benedikt Strobach
Die Fröttmaninger Heide ermöglicht nun einen sicheren Besuch im Naturschutzgebiet – wenn man sich an die Regeln hält.
Die Fröttmaninger Heide ermöglicht nun einen sicheren Besuch im Naturschutzgebiet – wenn man sich an die Regeln hält. © Benedikt Strobach

Fröttmaninger Heide - Neues Besucherkonzept für das Naturschutzgebiet

Im gesamten Wegenetz zeigen mit Piktogrammen versehene Pfosten aus Rubinienholz, ob und wo abseits des Weges gelaufen werden darf. Insgesamt 14 Eingangstafeln erklären mit Karten und Bildern die wertvolle Tier- und Pflanzenwelt im Naturschutzgebiet.

Damit sich Besucher nicht verirren, werden bis November zudem 14 Wegweiser mit wichtigen Zielen und Entfernungsangaben an Kreuzungen errichtet, erklärt Gruchmann.

Auch der HeideErlebnisPfad im Umweltbildungsgelände wurde mit Infotafeln, Erlebnisstationen und Sitzgelegenheiten ergänzt und ermöglicht, das Gebiet praktisch kennenzulernen.

Kosten für die Fröttmaninger Heide: 200 000 Euro

Billig war das Vorhaben nicht, wie Christine Joas, Geschäftsführerin des Heideflächenverein, verrät: „Die technischen Kosten belaufen sich auf rund 120 000 Euro.“ Davon fielen etwa 40 000 auf das Besucherkonzept und 78 000 Euro auf den HeideErlebnisPfad. Der BA Schwabing-Freimann unterstützte das Projekt mit 20 000 Euro, die Regierung von Oberbayern steuerte 80 000 Euro bei.

Für einen sicheren Besuch des Biotops sorgt Gebietsbetreuer Tobias Maier. „Das Konzept ist komplex, aber ein nötiges Werkzeug. Zur Erhaltung dieses wichtigen Naturschutzgebiets ist es sehr wichtig, die Regeln einzuhalten“, betonte er, denn die Bedrohung durch Kampfmittel auf den Flächen sei noch immer präsent.

Maier möchte daher den Dialog mit den Bürgern suchen und für aufkommende Konflikte Lösungen finden. Am Sonntag, 18. Oktober, lädt er daher von 15 bis 17.30 Uhr zu einer Info- und Dialog­veranstaltung ins HeideHaus, Admiralbogen 77.

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