Bundespolizei warnt vor Gefahren

Von Stromschlag erwischt ‒ S-Bahn-Surfer in München mit schweren Verletzungen im Krankenhaus

Symbolbild: S-Bahn Surfer
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Ein S-Bahn-Surfer in München ist durch einen Stromschlag vom Dach eines Zuges gestürzt. (Symbolbild)

Ein S-Bahn-Surfer stürzt in München vom Dach eines fahrenden Zuges und erleidet schwere Verletzungen. Die Bundespolizei warnt vor Gefahren solcher Aktionen.

Ein S-Bahn-Surfer stürzte am Dienstagmorgen von einem fahrenden Zug in München und erlitt schwere Verletzungen.

Der 28-jährige Berliner befand sich um kurz vor ein Uhr auf dem Dach einer S1 Richtung Freising als es im Bereich der Fasanerie zu dem Unfall kam. Wie die Bundespolizei berichtet, kam es zu einem Stromschlag durch einen Spannungsbogen, wodurch der Surfer von der S-Bahn fiel und am Bahnsteig liegen blieb.

Die S-Bahn-Fahrerin bemerkte den Verletzten, rief den Notruf und leistete Erste Hilfe.

S-Bahn-Surfer in München abgestürzt - Schwere Verletzung durch Stromschlag

Der 28-jährige Berliner wurde zur medizinischen Behandlung in ein Münchner Krankenhaus transportiert. Seine Verletzungen wurden jedoch als nicht lebensgefährlich eingestuft. Er hatte schwere Verbrennungen am linken Bein erlitten. Ob er durch den Sturz auch innere Verletzungen erlitt, ist derzeit noch unklar.

Die Triebfahrzeugführerin erlitt einen Schock und wurde abgelöst. Der betroffene Streckenabschnitt war eine knappe Stunde für den Zug- und S-Bahnverkehr gesperrt. An der S-Bahn sowie der Oberleitung entstand kein Schaden.

Im Mai 2020 verletzte sich 17-jähriger Münchner aus der Ludwigsvorstadt beim S-Bahn-Surfen. Er stürzte von der S2 an der Station Grub.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich weitere Personen in der Nähe des 28-jährigen Berliners befunden hatten. Über den Grund des Aufenthalts des Verunglückten in München ist bislang nichts bekannt.

Die Bundespolizei warnt vor den Gefahren des S-Bahn-Surfens!

Neben den z.T. hohen Geschwindigkeiten auf freier Strecke (ohne Halt auf der S-Bahn) kommt es auch immer wieder zu sogenannten Stromüberschlägen. Sowohl durch die 15.000 Volt führende Oberleitung wie auch durch meterhohe Stürze (oft in bewusstlosem ungeschützten Zustand) auf den Bahnsteig oder ins Gleis entstehen lebensgefährliche bis tödliche Verletzungen. Bei den meistens schwerwiegenden Brandschäden müssen Verunglückte häufig in ein mehrtägiges oder -wöchiges Koma versetzt werden. Meist werden auch Operationen wegen innerer Verletzungen oder schwerer Knochenbrüche notwendig!

Immer wieder kam es in der Vergangenheit bundesweit zu tödlichen Unfällen. U.a. im September 2018 in Berlin, als ein 20-Jähriger seinen Leichtsinn mit dem Tod bezahlte, als er gegen eine Brücke geprallt war. Ebenso im Juni 2018 als in Hamburg ein 14-jähriger S-Bahn-Surfer von einem Dach stürzte. Im April 2017 war ein 16-jähriger Schüler aus dem südlichen Münchner Landkreis, der zuvor S-Bahn surfte, zwischen Neubiberg und Ottobrunn, tot im Gleis liegend, aufgefunden worden.

Bundespolizei München/jh

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