Güterzug in München entgleist

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Mögliche Lösung: ein Pendelzugverkehr

Verkehrskonzept: Vorerst kein Nordring bis nach Moosach

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S-Bahn-Halt Rangierbahnhof – eine Idee, die im Mooascher BA diskutiert wurde.

Lange habe man gebangt und gehofft. Jetzt ist klar: Der DB-Nordring wird in naher Zukunft nicht bis nach Moosach verlaufen. Stattdessen suche man nach Alternativen. Was der Bezirksausschuss plant...

Moosach – Der ersehnte Nordring der Deutschen Bahn wird vorerst nicht bis nach Moosach reichen. Der Bezirksausschuss Moosach stimmte dem Verkehrskonzept dennoch zu – zumal damit auch der Auftrag ans Planungsreferat verbunden ist, den Nordring mit Perspektive einer Ringbahn um München weiterzuverfolgen.

Eine Machbarkeitsstudie mit dem Zeithorizont bis 2025 kommt zu dem Ergebnis, dass zunächst nur eine kleine Lösung möglich ist: ein Pendelzugverkehr zwischen Karlsfeld und dem Euro-Industriepark. Eine Verlängerung nach Osten Richtung Johanneskirchen scheidet ohne viergleisigen Ausbau aus, da die Trassen kurzfristig für eine Verbesserung der Flughafenanbindung benötigt werden.

Im Westen machte die Bahn den Plänen einer Verlängerung über den Laimer Rangierbahnhof und Heimeranplatz nach Deisenhofen einen Strich durch die Rechnung. Laut Planungsreferat stimmte sie dem notwendigen Verzicht auf Gleis 1 im Laimer Rangierbahnhof nicht zu.

Somit bleiben als mögliche Endhaltepunkte eines Pendelverkehrs nur Moosach und Karlsfeld. Die erwartete Zahl von Fahrgästen gab schließlich den Ausschlag für Karlsfeld. Als weiterer Halt zwischen den beiden Endhaltepunkten ist das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW eingeplant.

Angelika Bueb (CSU) bezeichnete den Pendelverkehr zwar nur als Minimallösung. „Wir sollten aber zustimmen, damit mit dem Nordring endlich etwas vorwärts geht.“ Wenn das FIZ fertig sei, werde der Verkehr noch mehr zunehmen. „Wir müssen Moosach entlasten“, sagte Bueb. Der Pendelverkehr ist ihrer Ansicht nach ein Anfang.

Eberhard Ryba (ÖDP) regte an, dass über weitere Haltestellen an der Lasallestraße sowie in Oberwiesenfeld, im Bereich des Moosacher Rangierbahnhofs und in der Feldmochinger Straße nachgedacht werden soll. Doch das ist Axel Stoßno (FDP) zu viel: „Über einen zusätzlichen Halt kann man nachdenken, aber nicht mehr. Es soll schließlich eine S-Bahn sein.“ Das sahen auch die übrigen BA-Mitglieder so.

Stoßno sieht es jedoch kritisch, dass der Schienen-Güterverkehr langfristig an München vorbei geleitet werden soll. Er wünscht sich mehr Verkehr auf der Schiene und will diesen nicht nach dem St.-Florians-Prinzip auf das Umland abwälzen. Hannelore Schrimpf geht jedoch davon aus, dass damit der Güterverkehr gemeint ist, der ohne Stopp in München über den künftigen Brennerbasistunnel auf dem Weg nach Italien ist.

Das sah auch ihre Fraktionskollegin Johanna Salzhuber so. „Der Nordring macht nur Sinn, wenn die S-Bahn im 20-Minuten-Takt fahren kann.“ Daher sei es nicht sinnvoll, wenn die Strecke auch noch den Güterverkehr aufnehmen müsse, der nur im Transit nach Italien ist.

Andreas Daschner

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