Protest gegen Häufung von Zockerstätten und Sex-Shops an Triebstraße

Ist das ein Umfeld für unsere Kinder?

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Zockerstätten, Sex-Shops und bald auch noch ein neues Wettbüro:  Zu viel, findet Hannelore Schrimpf vom Bezirksausschuss (BA): „Das ist nicht gut für die Kinder.“ Das Viertelgremium sieht das genauso und setzt sich für eine andere Gewerbenutzung ein.

Moosach – Spielcasinos, Erotikläden – und jetzt entsteht auch noch ein Wettbüro neben der Grundschule an der Dieselstraße. Jetzt setzt sich der Bezirksausschuss für eine andere Gewerbenutzung ein

Ein Sexshop und ein Spielcasino liegen direkt neben der Grundschule an der Dieselstraße. Bald könnte es noch schlimmer kommen –in ein weiteres Nachbargebäude soll nach BA-Informationen noch ein Wettbüro einziehen. Deshalb regt sich Protest. „In der Nähe einer Schule, eines Kindergartens oder einer vergleichbaren Einrichtung soll auf gar kein Fall ein Wettbüro rein“, so der allgemeine Tenor in der Bezirksausschuss-Sitzung.

Auf der einen Seite Beate Uhse, auf der anderen ein Casino, in der Mitte hinten die Schule.

In der ehemaligen Bäckerei in der Triebstraße laufen die Sanierungsarbeiten. Bisher ist dort unter anderem ein Wettbüro geplant. Nur wenige Meter um die Ecke, an der Dieselstraße, befindet sich der Eingang zur Grundschule. „Es ist definitiv nicht gut für Kinder und ich denke, dass es Eltern generell ablehnen“, stellt BA-Mitglied Hannelore Schrimpf fest. Die Schulleitung selbst und der Elternbeirat wollten sich zu der Thematik nicht öffentlich äußern. Das städtische Referat für Bildung und Sport verweist auf das zuständige staatliche Schulamt. Dessen fachlicher Leiter, Anton Zenz, sagt gegenüber Hallo: „Wir sind über solche Entwicklungen nicht erfreut, darauf haben wir aber keinen Einfluss. Das ist Sache der Politik“.

Direkt neben der Dieselgrundschule laufen die Sanierungsarbeiten für das Wettbüro (verhülltes Gebäude links).

Der Bezirksausschuss versucht der Entwicklung Einhalt zu gebieten. Nina Kraus, Vorsitzende des Unterausschusses Jugend, Soziales, Schule, Kultur und Budget, sieht den Standort kritisch: „Das ist besonders problematisch. Es gibt dort bereits einen Beate-Uhse-Shop und ein Casino mit Spielautomaten, da muss ein Wettbüro das nicht auch noch sein.“ Die Einrichtungen grenzen rückwärtig an das Schulgelände. Ein Zaun trennt die Gelände. Im Sommer bieten Bäume Sichtschutz, jetzt im Winter ist der Blick frei.

Noch etwas stört die Viertelpolitiker, wie Hannelore Schrimpf. Diese Art der Nutzung sei in Moosach schon mehr als genug vertreten: „Solche Läden entstehen neu, während es immer weniger Läden des täglichen Bedarfs gibt“. Das werte Moosach ab, beklagt sie: „Im BA setzen wir uns für eine klassische Gewerbenutzung ein.“

Manuela Praxl-Langer

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