„Spiele mein früheres Ich“

Aus Moosach in die Primetime: Neu-Schauspieler Arton Novobrdaljija über Abstiege und Aufstiege

Arton Novobrdaljija (Mitte) spielt in der Serie „5VOR12“ Tschakko.
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Arton Novobrdaljija (Mitte) spielt in der Serie „5VOR12“ Tschakko.

Moosach: Der Moosacher Arton Novobrdaljija (17) gibt in der Serie „5VOR12“ sein TV-Debüt. Ein Interview.

In der Serie spielen etablierte Schauspieler mit Neulingen wie dir. Wie war der Dreh?

„Super, es hat unglaublichen Spaß gemacht. Die Jungs waren wirklich cool. Ich wollte schon länger mal irgendwas mit Film machen – ich wusste nur nicht wie.“

Wie war es beim Casting, als es darum ging, ob du die Rolle bekommst?

„Ich habe mir vor dem Casting viele Gedanken gemacht und war auch echt nervös. Ich hatte sehr viele Freunde dabei, wusste aber gar nicht, was ich sagen sollte. Tja, und dann kam doch alles fast automatisch.“

Wie nah ist die Geschichte von „Tschakko“ an dem, was du selbst erlebt hast?

„Mein Leben war natürlich nicht komplett wie seines, aber Tschakko kam mir schon bekannt vor. Irgendwie spiele ich in der Serie mein früheres Ich. Denn auch ich hatte eine Phase, wo ich etwas mit den falschen Leuten zu tun hatte.“

Wie konnte es dazu kommen?

„Man rutscht da fast automatisch rein. Der Freundeskreis macht einen so, die Clique zieht dich mit.“

Wie bist du wieder aus der Situation herausgekommen?

„Es war so: Die anderen bauen Scheiße – und ich bin mit dabei. Als ich krass drin war, hat mich mein Bruder mitgenommen und mit anderen Leuten zusammengebracht. Ich habe auch mit meinen Lehrern gesprochen – und die Mitarbeiter einer Freizeitstätte haben mir auch sehr geholfen.“

Ist das auch die Message, die Jugendliche beim Sehen von „5VOR12“ vermittelt wird: „Es gibt Hilfe“?

„Ich hoffe einfach, dass sich Jugendliche die Serie ansehen, Spaß damit haben und nachdenken. Jeder kann etwas ändern. Zur Schule gehen. Mehr aus seinem Leben machen.“

Wie war es, zum ersten Mal eine fertige Folge zu sehen?

„Es war superkrass, sich selbst und die anderen zu sehen. Sehr spannend. Aber ich habe kein Problem gehabt, es mir anzuschauen. Das sehe ich cool.“

Wie geht es weiter, bleibst du bei der Schauspielerei?

„Ich würde gerne weitermachen. Aber momentan gehe ich zur Berufsschule und arbeite als Kabelhilfe beim BR. Oberbeleuchter lernen wäre auch super.“
Marco Heinrich

„5VOR12“ kurz erklärt

„5VOR12“ erzählt in 24 Folgen à 25 Minuten die Geschichten einer Handvoll Jugendlicher, die alle mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind und nun eine einmalige, aber auch letzte Chance bekommen: Lassen sie sich nicht auf ein alpines Erziehungsprojekt ein, droht Gefängnis. Die Folgen werden derzeit montags bis donnerstags um 20.35 Uhr bei KiKA ausgestrahlt. „Die Serie ist uns sehr wichtig, denn die Realität ist nicht so heil und bunt wie in den Zeichentrickserien, die das mediale Angebot für Kinder dominieren“, erklärt BR-Redaktionsleiter Andreas Reinhard.

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