„Bitte selber abholen, da zu groß“

Dieses mysteriöse Päckchen: Schlicht zu groß für die Post!?

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Redaktionsleiter Marco Litzlbauer mit besagtem Päckchen.

Moosach – Schlange stehen statt Lieferung: Anstelle der Ware brachte der Briefträger direkt einen Abholschein in die Hallo-München-Redaktion...

Man kennt die klassische Beschwerde: „Ich war den ganzen Tag zuhause und hatte am Abend trotzdem den Abholschein für mein Päckchen im Briefkasten, obwohl niemand geklingelt hat.“ Manchmal hat sich dann der Postbote das Treppensteigen gespart, manchmal war der Adressat eben doch zehn Minuten unter der Dusche. Dass der Briefträger aber klingelt, der Adressat öffnet – und trotzdem nur einen Abholschein bekommt, ist neu. So geschehen jetzt in der Hallo-München-Redaktion.

Der Grund für das fehlende Päckchen ist handschriftlich auf dem Abholschein vermerkt: „Bitte selber abholen, da zu groß.“

Der Grund ist handschriftlich auf dem Abholschein vermerkt: „Bitte selber abholen, da zu groß.“ Inhalt des Päckchens waren jedoch weder ein Klavier noch andere übergroße Gegenstände, sondern schlicht fünf Taschenbücher. Doch beim Briefträger hilft alles Bitten nichts: Das Päckchen sei zu groß für sein Rad. Es bleibt also nur der Weg in die angegebene Postbank-Filiale in Moosach – und eine halbe Stunde Schlange stehen.

Redaktionsleiter Marco Litzlbauer mit besagtem Päckchen.

Warum man das Päckchen dann nicht dem Paketboten in seinen Lieferwagen gepackt hat? „Unsere Struktur ist so aufgebaut, dass Zustellungen optimal und wirtschaftlich durchgeführt werden“, erklärt Post-Sprecher Dieter Nawrath auf Hallo-Nachfrage. Er räumt allerdings auch ein: „Klar ist, dass auch uns bei der Menge an Sendungen Fehler unterlaufen, oder auch Missverständnisse passieren. Das ist für die Kunden und auch uns sehr ärgerlich.“

Julia Berger von der Verbraucherzentrale Bayern betont: „Die Post muss in jedem Fall erst einen Zustellversuch unternehmen, bevor sie das Päckchen bei erfolglosem Zustellversuch in der Filiale zur Abholung vorhält.“ Sollte dies nicht der Fall sein, habe der Verbraucher eventuell Anspruch auf Ersatz der Portokosten. Diesen eventuellen Anspruch hat Hallo allerdings nicht geltend gemacht. Denn: Trotz Ärger und zeitlichem Mehraufwand – das Personal vor Ort war ausgesprochen freundlich.

Marco Litzlbauer

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