Leiter der Polizeiinspektion 44 in Moosach

Nikolaus Brönner geht nach 40 Jahren bei der Polizei München in den Ruhestand

Ein Mann in Polizei-Uniform sitzt an einem Schreibtisch. Einige Pflanzen stehen im Hintergrund, an der Wand hängen Erinnerungen.
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Nikolaus Brönner, die letzten sechs Jahre Leiter der Polizeiinspektion 44 in Moosach, verabschiedet sich in den Ruhestand.

Nach über 40 Jahren bei der Polizei München geht Nikolaus Brönner, zuletzt sechs Jahre Leiter der PI 44 in Moosach, in den Ruhestand. Worauf er sich freut, was ihm fehlen wird...

  • Nikolaus Brönner geht nach über 40 Jahren bei der Polizei München in den Ruhestand.
  • Zuletzt leitete er die PI 44 in Moosach.
  • Was ihm fehlen wird, worauf er sich schon freut.

Moosach - Noch ist das Büro am Ende des Ganges im ersten Stock der Puchheimer Straße 14 gefüllt mit Erinnerungen. An der Tür hängt ein Schild mit dem Namen Brönner und dem Zusatz „Dienststellenleiter“. Das wird sich aber zum 1. November ändern: Polizeioberrat Nikolaus Brönner geht in den Ruhestand – nach über 44 Jahren im Polizeidienst, dem Traumjob, wie er seine Arbeit nennt.

Moosach: Nikolaus Brönner geht bei der Polizei München in den Ruhestand - im Dienst bei Oktoberfest- und OEZ-Attentat

Dieser hielt herausfordernde und unvergessliche Momente für ihn bereit: „Einer meiner ersten Einsätze in München war das Oktoberfest-Attentat 1980. Diesen Abend werde ich nie vergessen.“ Damals war Brönner Streifenbeamter bei der heutigen Polizeiinspektion (PI) 12, mittlerweile leitet er seit sechs Jahren die PI 44 in Moosach – und war auch 2016 beim OEZ-Attentat vor Ort. „Das war der schwierigste Einsatz, den ich bewältigen musste“, verrät der 61-Jährige. Das für sich und im Team aufzuarbeiten, sei eine große Herausforderung gewesen.

Doch auch im positiven Sinne bleiben Einsätze unvergessen: „Während meiner Zeit bei der PI 47 durfte ich auch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 mitbegleiten. Die Zusammenarbeit mit internationalen Kollegen bei einem solchen Groß­ereignis war zwar fordernd, aber auch unglaublich interessant.“

Moosach: Nikolaus Brönner geht bei der Polizei München in den Ruhestand - Verkehrsbelastung in den Vierteln ein Problem

Was Brönner fehlen wird, ist die gemeinsame Arbeit: „Ob mit Kollegen im Team, mit Bürgern oder Bezirksausschüssen: Die Zusammenarbeit und Kommunikation, um gemeinsam Lösungen zu finden, war mir stets wichtig und habe ich immer geschätzt.“

Gerade bei Verkehrsthemen habe sich dies jedoch oft schwierig gestaltet: „Die Verkehrsbelastung ist in den Vierteln ein großes Problem. Jeder schaut auf sich, will das Problem nur weghaben. Einen Blick auf das große Ganze und die Auswirkungen auf die Nachbarstraßen wirft keiner.“

Auf die Freizeit freue sich Brönner: „Ich werde viel Zeit mit meiner Familie und in unserem Garten verbringen. Auch treibe ich gern Sport, gehe Wandern oder Joggen. Und, wenn es wieder möglich ist, möchte ich gerne auf Reisen gehen.“ Schmunzelnd ergänzt er noch: „Abend- und Wochenendtermine werde ich nicht vermissen.“

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