Ein Bier zieht um

Zweiter Standort für das „Giesinger Bräu“

Der Brauereibetrieb in der Detmoldstraße startet voraussichtlich Ende 2019.
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Der Brauereibetrieb in der Detmoldstraße startet voraussichtlich Ende 2019.

Milbertshofen: Es geht nach Milbertshofen.

Dass Giesing nicht nur im Süden, sondern auch im Norden der Stadt liegen kann, beweist das „Giesinger Bräu“. Im November 2019 eröffnet die Brauerei in Milbertshofen einen zweiten Standort. „Natürlich hätten wir gerne einen Standort im Viertel gehabt, aber das war leider nicht möglich“, sagt Giesinger-Bräu-Pressesprecher Thomas Doriath. Denn die Suche nach einem geeigneten Ort gestaltete sich schwierig. Zwei Jahre war die Privatbrauerei auf der Suche, fündig geworden ist sie in der Detmoldstraße. „Dort passt alles perfekt“, sagt Doriath und meint damit nicht zuletzt die zur Verfügung stehende Fläche. Das neue Gebäude, das die Aurelis ­Real Estate baut, soll rund 4700 Quadratmeter umfassen und Platz für eine neue Abfüllanlage mit Sudhaus, Büros, Lagerflächen und Wachstum bieten. Die Immobilienfirma investiert rund 15 Millionen Euro, die Investitionskosten der Brauerei selbst liegen „im hohen siebenstelligen Bereich“. Belohnt wird der Aufwand mit einem Produktionsvolumen von 25 000 Hektoliter Bier – mehr als doppelt so viel, wie die Brauerei derzeit herstellt. Ob es neben dem Giesinger Bräu nun ein Milbertshofener geben wird? Vorerst nicht – „Wichtig ist uns zu betonen: Giesing verliert nicht, das Giesinger bleibt das Giesinger“, sagt Doriath, „aber womöglich finden wir ein Rezept mit lokalem Bezug zu Milbertshofen.“ Bier-Fans würde das freuen – egal ob im Süden oder Norden der Stadt.

so

Münchner Bier?

Bier – nicht nur am Stammtisch, sondern auch vor Gericht immer wieder anzutreffen. Letztes Jahr urteilte das Oberlandesgericht München, dass das „Chiemseer“ nicht mehr unter diesem Namen verkauft werden dürfe, weil es in Rosenheim gebraut wurde. Dieses Schicksal dürfte dem „Giesinger Bräu“, das jetzt auch in Milbertshofen hergestellt wird, erspart bleiben: Der neue Standort stehe rechtlich nicht im Wege, weil die ursprüngliche Brauerei erhalten bleibe, so das Unternehmen auf Anfrage. Ein „Münchner Bier“ ist es dennoch nicht, denn so dürfen sich nur die Erzeugnisse der sechs Großbrauereien der Stadt nennen.

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