EHC-Star Seidenberg:

EHC-Star Seidenberg: "München erster Ansprechpartner"

Bis vor kurzem reihte er sich noch in die lange Verletztenliste des EHC Red Bull München - jetzt meldet sich Star-Stürmer Yannic Seidenberg treffsicher zurück. Im Exklusiv-Interview spricht er über seine Zukunft. 

Sein Vertrag läuft zum Saisonende aus, doch Yannic Seidenberg macht derzeit mehr denn je durch Top-Leistungen Werbung in eigener Sache. Am Sonntag, 25. Januar, absolviert er in Ingolstadt sein 700. DEL-Spiel. Vorher sprachen wir exklusiv mit dem 31-Jährigen  und verlosen Kartenfürs Heimspiel gegen Wolfsburg.

Herr Seidenberg, nach der Zwangspause durch Ihren Daumenbruch haben Sie sich ja beeindruckend treffsicher zurück gemeldet!
Stimmt, die Scheibe geht momentan oft rein, da freue ich mich natürlich drüber. Aber so ist das ja meistens. Wenn man mal heiß läuft, dann kommen die Tore am laufenden Band. Am Anfang der Saison war es eigentlich genau umgekehrt. Da habe ich auch gut gespielt, aber der entscheidende Zentimeter hat öfter mal gefehlt. Das ist wahrscheinlich einfach Kopfsache.

Schmerzt der Daumen noch?
Beim Spielen schmerzt er eigentlich am wenigsten, da er da durch eine Schiene geschützt wird. Ansonsten merke ich ihn aber schon noch, und ich mache auch noch jeden Tag Reha-Übungen, um die Beweglichkeit wieder herzustellen.

Zuletzt konnten Sie und Ihr Team ja nicht nur ein Sechs-Punkte-Wochenende, sondern auch erstmals in dieser Saison einen Sieg gegen Mannheim feiern.
Das hat sich schon sehr gut angefühlt. Zumal wir gegen Mannheim ja auswärts gespielt haben und bereits 1:3 zurückgelegen sind.

Auch in Sachen Selbstvertrauen für die Playoffs sicher ein wichtiger Sieg, oder?
Ein sehr wichtiger! Es ist gut zu sehen, dass wir wirklich jedes Team schlagen können. Wenn du in den Playoffs auf eine Mannschaft triffst, gegen die du in der Hauptrunde vier Mal verloren hast, dann ist das nicht optimal. Und gegen Mannheim hatten wir in dieser Saison ja immer verloren. Allerdings steht das letzte Duell ja noch aus. (Heimspiel am 15. Februar, Anm.d.Red.)

Führt auch in den Playoffs der Weg zur Meisterschaft nur über Mannheim und München?
Sicher werden viele Teams bei dieser Frage uns und Mannheim nennen – einfach, weil wir in der Tabelle oben stehen. Aber die Playoffs gehen wirklich wieder bei Null los. Berlin hat fast das gleiche Team wie in den letzten sehr erfolgreichen Jahren, Nürnberg und Köln sind extrem stark, stehen nur in der Tabelle weiter unten. Und Ingolstadt war vergangene Saison das beste Beispiel dafür, dass man nach der Hauptrunde nicht ganz oben stehen muss, um den Titel zu holen.

Dennoch: Vor zwei Jahren haben Sie gesagt „Ich komme nach München, um etwas zu gewinnen.“ Der Weg mag noch weit sein, aber es scheint der Richtige zu sein...
Es schaut zumindest deutlich besser aus als letzte Saison, das stimmt (lacht). Trotzdem muss man vorsichtig sein. Als ich noch in Mannheim gespielt habe, waren wir nach einer Hauptrunde Tabellenführer – und sind in der ersten Playoffrunde ausgeschieden. Wenn man die Playoffs erstmal erreicht hat, will und kann jede Mannschaft den Titel holen.

Trainer Don Jackson hat sich zuletzt auch sehr zufrieden über das Team geäußert. Wenn es etwas zu kritisieren gebe, dann höchstens das „Fünf-gegen-Fünf“-Spiel...
Wenn Don etwas sagt, dann ist da immer etwas dran. Wir wissen, dass wir in dieser Hinsicht zulegen können – und zulegen müssen. Aber gegen Krefeld und Mannheim haben wir da schon einen sehr guten Schritt getan.

In welchen Punkten sehen Sie selbst noch Potenzial, im Hinblick auf die Playoffs einige Prozent extra herauszuholen?
Bei Kleinigkeiten. Zum Beispiel beim Pressing. Da waren wir am Anfang der Saison brutal stark, haben die Gegner kaum aus dem eigenen Drittel gelassen. Darin sind wir aktuell nicht mehr ganz so gut und müssen versuchen, wieder an das Niveau der Anfangsphase der Saison anzuknüpfen.

Typisch für die aktuelle Phase der Saison ist die Gerüchteküche rund um die Vertrags-Poker zwischen Vereinen und Spielern. Auch Ihr Vertrag läuft zum Saisonende aus. Gibt es schon eine Tendenz?
Mein Agent sieht sich natürlich um, das ist ganz klar. Klar ist aber auch: München ist mein erster Ansprechpartner. Es ist ein toller Verein und auch meine Familie fühlt sich hier in der Gegend sehr wohl.     das Interview führte MARCO LITZLBAUER

Das nächste Heimspiel:
EHC vs. Wolfsburg: Freitag, 30. Januar, 19.30 Uhr,
Olympia-Eishalle, Spiridon-Louis-Ring 3,
Karten (17,60 bis 30,80 Euro) gibt’s unter Telefon 54 81 81 81

Verlosung:
Wir verlosen 2x2 Stehplatztickets für das Spiel gegen Wolfsburg. Teilnahmeschluss ist der 28. Januar.

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