Stadt findet keine Schülerlotsen für die „Todes-Kreuzung“ in Milbertshofen

Und trotzdem will niemand helfen...

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Die Schulweghelfer-Stelle an der „Todes-Kreuzung“ ist seit Monaten unbesetzt, die Landeshauptstadt findet keinen neuen Mitarbeiter.

Milbertshofen – Die „Todes-Kreuzung“ an der Ecke Schleißheimer Straße/Moosacher Straße scheint nach den jüngsten Todesfällen so gefährlich, dass sich nicht einmal Schulweghelfer trauen, morgens an diesem Unfallschwerpunkt zu arbeiten.

Anfang Mai ist die neunjährige Loreeley an der Ecke Schleißheimer Straße und Moosacher Straße auf dem Weg in die Schule brutal von einem Lastwagen erfasst worden. Sie starb kurz darauf (Hallo berichtete). Seitdem reist die Diskussion, diese Gefahrenstelle sicherer zu gestalten, nicht ab (Hallo berichtete).

Die Kreuzung der beiden Verkehrsachsen scheint sogar so gefährlich, dass sich nicht einmal Schulweghelfer trauen, jeden Morgen an diesem Unfallschwerpunkt zu arbeiten. Die Stelle ist jedenfalls seit Monaten unbesetzt, die Landeshauptstadt fand keinen neuen Mitarbeiter – jetzt musste die Polizei eingreifen. Seit Schulanfang müssen nun, so Christian Zintl von der Polizeiinspektion Milbertshofen, täglich zwei Beamte den Verkehr regeln, um die Grundschüler der Hanselmannschule sicher über die Straße zu begleiten. Die Beamten wollen den Bereich noch für einige Wochen überwachen, was aber danach weiter passieren wird, ist laut Zintl noch offen.

Der Elternbeirat der Grundschule an der Hanselmannstraße und Vertreter von Stadt, der Regierung Oberbayerns und dem Milbertshofener Bezirksausschuss (BA) suchten bereits vor Beginn der Sommerferien bei einem Orts­termin nach Verbesserungsmöglichkeiten (Hallo berichtete). Dort forderten sie unter anderem eine Veränderung der Ampelschaltung und die Verlegung der Bushaltestellen der Linien 50 und 180. Denn gerade der Standort der Bushaltestelle sei eine Ursache, wieso sich Fußgänger und Fahrzeuge oft gefährlich in die Quere kommen. Erst kürzlich verunglückte dort ein junger Mann (23) tödlich, weil der Fahrer eines Sattelzugs ihn auf seinem Fahrrad übersehen hatte (Hallo berichtete).

Dem KVR zufolge wird seit Ende August daran gearbeitet, die Mittelinsel in der Schleiß­heimer Straße zu verschmälern. Das könnte zumindest mehr Übersicht für abbiegende Lastwagen schaffen.

Julia Langhof

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