München tauscht Land mit Freistaat 

Stadt sichert Timofejs Erbe

Milbertshofen - Für den OB ist es ein „echtes Herzensanliegen“, für viele Münchner ebenso: Die Stadt hat sich das Areal der Ost-West-Friedenskirche von „Väterchen Timofej“ gesichert.

Grundlage war ein Tauschgeschäft mit dem Freistaat. Der erhält im Gegenzug eine Grünfläche an der Schwere-Reiter-Straße. 

„Ich habe mit dem damaligen bayerischen Finanzminister,  Dr. Kurt Faltlhauser, eine Vereinbarung auf den Weg gebracht, die rund 4700 Quadratmeter große Enklave des Väterchen-Timofejs-Areals unentgeltlich an die Landeshauptstadt zu übertragen“, sagt Christian Ude.

Die Stadt erhält bei dem Tauschgeschäft Grundstücke im Ausmaß von rund 1,1 Hektar, was in etwa der Größe eines Bundesliga-Fußballfeldes entspricht. Darin enthalten sind Flächen des eigentlichen Olympiaparks, Sportflächen des Olympischen Sportclubs und des FC Teutonia sowie eben die Ost-West-Kirche. Damit ist nun das gesamte Areal des Olympiaparks im Besitz der Landeshauptstadt. 

„Zwar macht der Olympiapark schon seit jeher den Eindruck einer gesamtstädtischen Grünfläche, tatsächlich aber gehörte bisher eine Teilfläche im westlichen Bereich des Areals dem Freistaat“, teilt die Stadt in einer Pressemeldung mit.  Nachdem das Bayerische Finanzministerium grünes Licht gegeben hatte, konnte nun der Tausch vollzogen werden. „ Ich danke dem Kommunalreferenten Axel Markwardt, der mit seinen Mitarbeitern dieses komplizierte Grundstücksgeschäft zum Abschluss bringen konnte“, sagt Ude. 

Das Grundstück, das der Freistaat an der Schwere-Reiter-Straße erhält, ist rund 1600 Quadratmeter groß – und damit nur etwa ein Zehntel des Olympia-Areals. Stadt und Freistaat sprechen allerdings von einem gleichwertigen Tausch.

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