Die Todes-Kreuzung soll sicher werden

Nach tragischem Todesfall: Mehr Sicherheit für den Schulweg

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Bei einem Unfall an der Kreuzung Moosacher Straße/Schleißheimer Straße ist im Mai ein kleines Mädchen ums Leben gekommen. Jetzt soll die Kreuzung sicherer werden.

Milbertshofen - Es ist der Alptraum jeder Eltern: Das Kind kommt auf dem Weg zur Schule bei einem Verkehrsunfall ums Leben - Wie die kleine Loreeley Anfang Mai - Die betroffene Kreuzung soll jetzt sicherer werden

Die neunjährige Loreeley (9) hatte keine Chance: Anfang Mai war sie mit dem Fahrrad zur Schule unterwegs und überquerte an der Kreuzung zur Moosacher Straße die Schleißheimer Straße. Zeitgleich bog ein Lkw-Fahrer an der Moosacher Straße nach rechts ab. Der Mann übersah das Mädchen und erfasste es. Loreeley überlebte den Unfall nicht (Hallo berichtete).

Jetzt soll diese Kreuzung sichererer werden. Der Elternbeirat der Grundschule an der Hanselmannstraße und Vertreter von Stadt, Regierung und dem Milbertshofener Bezirksausschuss (BA) haben kürzlich bei einem Ortstermin nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. Dazu hat der BA einen Dringlichkeitsantrag gestellt „Es gibt schon eine neue Fahrbahnmarkierung, die den Radweg mit roter Farbe besser kenntlich macht“, erklärte Karl Ilgenfritz (FW), der bei dem Termin dabei war. „Aber das reicht noch nicht.“

Die BA-Mitglieder fordern bis zum Beginn der Sommerferien eine Veränderung der Ampelschaltung und die Verlegung der Bushaltestellen der Linien 50 und 180. „Zur Zeit gibt es dort immer Rückstau in den Kreuzungsbereich“, erklärt Ilgenfritz. Um den zu verhindern, soll geprüft werden, ob die Busse der Linie 50 vor der östlichen Seite der Kreuzung und der Linie 180 auf der nordwestlichen Seite der Schleißheimer Straße vor dem Kreuzungsbereich halten können.

Außerdem wünschen sich die BA-Mitglieder bauliche Veränderungen, die bis zum Jahresende durchgeführt werden sollen. Unter anderem wollen sie, dass die Spuren, die in die Kreuzung einmünden, um einen Meter nach Osten verschoben werden. Dazu müsste die Mittelinsel verkleinert werden. „Die Lkw-Fahrer haben so einen größeren Radius auf der Abbiegespur und ein besseres Sichtfeld“, erklärt Ilgenfritz. Außerdem sollten Lkw-Fahrer, die von Norden kommen und von der Schleißheimer Straße nach rechts auf die Moosacher Straße abbiegen, künftig die linke Rechtsabbiegespur nutzen, um mehr Platz zu haben.

Die Maßnahmen wurden bei dem Ortstermin mit den Behördenvertretern abgesprochen. Der BA hat ihnen einstimmig zugestimmt.

Claudia Schuri

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