Nutzung des brach liegenden Gebäudes

Ein Museum fürs Milbertshofen?

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Das Gebäude am Alten St.-Georgs-Platz 4 wird frei. Dort könnte ein Stadtteilmuseum entstehen, schlägt unter anderem Franz Lindinger vor.

Milbertshofen - Das Gebäude am Alten St.-Georgs-Platz 4 könnte ein einzigartiges Viertelmuseum werden. Welche Ideen es gibt, was gezeigt werden könnte

Früher war das historische Gebäude am Alten St.-Georgs-Platz 4 ein Waschhaus, später eine Wirtschaft, dann ein Stadtteilzentrum für den Verein Stadtteilarbeit. Jetzt könnte dort ein Stadtteilmuseum für Milbertshofen entstehen. 

Franz Lindinger

Die Idee dazu hatten ursprünglich Franz Lindinger (Foto), langjähriger Vorsitzender des Vereins Stadtteilarbeit, und sein Vereinskollege Helmut Gmeinwieser. Jetzt hat die FW/ÖDP-Fraktion im Bezirksausschuss (BA) Milbertshofen-Am Hart den Vorschlag aufgegriffen und beantragt, dass geprüft werden soll, ob ein derartiges Projekt möglich ist. Der BA hat dem mit großer Mehrheit zugestimmt. Darüber freuen sich auch die Initiatoren. „Es wäre eine interessante Perspektive, bevor das Gebäude brach liegt“, sagt Gmeinwieser. Derzeit wird das denkmalgeschützte Haus vom Verein Stadtteilarbeit genutzt, dieser zieht aber im Juli um. Das Gebäude hat teilweise bauliche Schäden und steht unter Denkmalschutz. Eine Nachnutzung steht noch nicht fest. 

Gmeinwieser und Lindinger hätten viele Ideen, wie ein Stadtteilmuseum aussehen könnte. „Es soll Begegnungscharakter haben“, sagt Lindinger. „Die Leute sollen über Geschichte ins Gespräch kommen.“ Er könnte sich zum Beispiel auch künstlerische Angebote oder Veranstaltungen vorstellen. Gmeinwieser schlägt außerdem eine Cafeteria vor, die zeitweise geöffnet ist. „Im oberen Stockwerk könnten Exponate über die Geschichte von Milbertshofen gezeigt werden“, sagt er. Material gibt es genug: Der inzwischen verstorbene Stadtteilhistoriker Franz Schrenk hat unzählige Zeitungsartikel, Fotos und viele weitere Zeitdokumente zum Viertel gesammelt. „Man müsste das Material strukturieren und multimedial aufbereiten“, so Gmeinwieser. Ihm schweben zum Beispiel Dokumente auf Tablets oder ein virtueller Viertelrundgang vor. 

Im BA kam von der CSU-Fraktion eine weitere Idee: Es soll geprüft werden, ob ein Nachbarschaftstreff in das Konzept integriert werden kann. Auch dieser Ergänzung stimmten die Viertelpolitiker mit nur einer Gegenstimme zu.Claudia Schuri

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