Drei Jahre für zwei Schilder

Doppelt so viele Stellplätze für den Taxistand am Oberwiesenfeld 

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Dienststellenleiter Thomas Kroker (ganz rechts) und sein Taxifahrer-Team sind überglücklich: Nach drei Jahren Auseinandersetzung mit der Stadt wird der Taxistand am Oberwiesenfeld von vier auf acht Stellplätze aufgestockt.

Milbertshofen– Schluss mit dem Taxi-Stau an der Moosacher Straße: Nach drei Jahren Kampf bekommen die Taxiunternehmen endlich mehr Platz

Die Straße ist frisch gereinigt, die Taxis stehen ordentlich in Reih und Glied und Dienststellenleiter Thomas Kroker freut sich riesig über den Erfolg. Denn: Nach drei Jahren hat der Taxistand am Oberwiesenfeld gegenüber der Knorr-Bremse doppelt so viel Platz.

In Zukunft werden weniger Taxis die Moosacher Straße blockieren.

Doch der Weg dahin war weit: 2009 wurde die Nachfrage an Taxis mit Eröffnung des Leonardo Royal Hotel und dem sukzessiven Ausbau des Gewerbegebiets rund um die Knorr-Bremse immer größer. Doch bei vier Stellplätzen und zehn kaum belegten Behindertenstellplätzen standen die Fahrzeuge außerhalb der Parkbucht bis raus auf die Moosacher Straße – und blockierten den Verkehr. Die Lösung: Das Taxiunternehmen beantragte beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) die Verlängerung des Taxistandplatzes um weitere vier Taxis und der Reduzierung der Behindertenparkplätze von neun auf fünf. 

Was folgte, war eine Odyssee für Thomas Kroker und seine Taxi-Crew: Seit einem Orts­termin im Juli 2015 wurde das Unternehmen immer wieder hingehalten, insgesamt über drei Jahre lang. „Wir bekamen mehrmals die Auskunft, dass der zuständige Sachbearbeiter wegen Überlastung noch nicht dazu gekommen sei und sogar nach einem persönlichen Gespräch passierte wieder nichts.“

Aus purer Verzweiflung wandte sich die Taxi-Firma an den Bezirksausschuss (BA) Milbertshofen, der die dringende Situation verstand und sofort einen Eilantrag initiierte. „Die Situation an der Moosacher Straße war nicht mehr tragbar, da haben wir als BA gerne geholfen“, sagt BA-Vorsitzender Freddy Hummel-Haslauer.

Ende September wurde eine Fläche von zwei Mal zwei Metern asphaltiert, die Bodenbeschilderung verändert und zwei Verkehrsschilder ausgetauscht. „Wir haben für eine Arbeit von einer Stunde mehr als drei Jahre gewartet – natürlich kann immer mal was liegen bleiben, aber das war einfach zu lang“, sagt Kroker. Doch jetzt heißt es für ihn und seine Truppe wieder: endlich entspannt geparkt!

Julia Langhof

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