So wollen wir hier skaten

Brundageplatz: Der neue Stonepark wird geplant

Marlon Lange (li.) und Fabian Lang vom Verein Skateboarding München
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Marlon Lange (li.) und Fabian Lang vom Verein Skateboarding München

Olympiazentrum: Seit 25 Jahren hat sich auf der Skateanlage am Brundageplatz nichts geändert. Sie ist damit die älteste der rund 40 Skateanlagen Münchens. Alle sollen nun auf den neuesten Stand gebracht werden.

Ein Teenie macht mit seinem Fahrrad ein paar betont lässige Sprünge über die Hindernisse. Auf der anderen Seite der Anlage versucht sich ein kleines Mädchen auf ihren neuen Inline-Skates. Irgendwann kommen zwei Jungs mit ihren Rollern hinzu. Schnell kommen sie ins Gespräch mit dem Teenie auf dem Rad, der ihnen gleich ein paar neue Tricks mit dem Roller beibringt. Jeder ist willkommen. Es ist eine offene Szene, die sich hier trifft. Und so soll es auch bleiben – auch wenn sich der Ort des Geschehens bald verändern soll.

Seit rund 25 Jahren steht die Skateanlage am Brundagepark, die jeder Insider nur „Stonepark“ nennt. Jetzt erhält sie eine Frischzellenkur. „Die Anlage soll umfassend saniert und umgestaltet werden“, erklärt Christian Müller vom Baureferat. Für Skater – und mit den Skatern. Deshalb lädt das Baureferat zu einem Workshop auf dem Skatepark am Brundageplatz (Olympiazentrum) ein.

Mit dabei sind dann auch Fabian Lang und Marlon Lange vom Verein „Skateboarding München“. Nicht zum ersten Mal arbeiten die beiden 27-jährigen Studenten mit der Stadt zusammen, denn in den kommenden Jahren sollen alle der rund 40 Anlagen in München modernisiert werden.

Skaten hat viel mit der richtigen Balance zu tun – auch wenn es um das neue Design einer Anlage geht. „Zwei Herzen schlagen da in meiner Brust. Einerseits steckt der Stonepark voller Nostalgie und Erinnerungen. Manche Skater sind hier praktisch aufgewachsen. Auf der anderen Seite trifft er den Zeitgeist halt überhaupt nicht mehr. Das Trickniveau hat sich in den vergangenen Jahren extrem nach oben verschoben. Und vieles davon geht hier einfach nicht. Der Untergrund muss glatter und griffiger werden“, erzählt Fabian Lang. Und sein Kollege Marlon Lange fügt hinzu: „Hier soll wieder etwas Kleines entstehen, das einfach Spaß machen soll. Es geht beim Skaten nicht um höher, schneller, weiter. Eine Drei-Meter-Wand aus Beton würde auch gar nicht in die Umgebung passen.“ Münchens Skater-Szene gilt als eine der größten in Europa. Zum Selbstverständnis gehört, dass Neulinge mit offenen Armen empfangen werden. Deshalb soll auch der neue Stonepark jedem etwas bieten – vom Anfänger bis zum Profi. So wie es hier seit 25 Jahren gelebt wird.

Marco Heinrich

Der Workshop zum Umbau der Skateanlage am Brundageplatz (Olympiapark) findet am Donnerstag, 4. Mai, von 16 bis 18 Uhr statt. Eingeladen sind alle im Umfeld wohnenden Skater sowie Interessierte.

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