Schneller als die Polizei erlaubt

Er blieb am Kotflügel hängen: Fahrraddieb von Polizeiwagen gestoppt

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Sie hätten einfach nur anhalten müssen: Eine Flucht vor der Polizei wurde zwei Fahrraddieben zum Verhängnis.

Moosach - Was haben die sich nur gedacht? Für einen 20-jährigen bekifften Fahrraddieb und seinen Bruder endet die Flucht vor der Polizei ganz plötzlich

Am Dienstag, 05.06.2018, gegen 00.20 Uhr, fuhr ein 20-jähriger Fahrradfahrer ohne Licht auf der Hanauer Straße. An der Einmündung zur Hardenbergstraße bemerkte eine Polizeistreife den Radfahrer. 

Die Polizeibeamten forderten den Fahrradfahrer auf anzuhalten. Daraufhin wollte sich der Radfahrer durch Beschleunigen der Kontrolle zu entziehen und raste davon.

An der Kreuzung stellte die 38-jährige Polizistin den Streifenwagen quer zum Radweg, um so den Radfahrer aufzuhalten. Der 20-jährige Radfahrer wollte nun links am Polizeifahrzeug vorbeifahren, blieb jedoch am hinteren Kotflügel hängen und stürzte. Er verletzte sich nicht. Das Dienstfahrzeug wurde leicht beschädigt. 

Doch damit noch nicht genug: Nun flüchtete der 20-Jährige zu Fuß, wurde aber von den Polizeibeamten eingeholt und zu Boden gebracht. Nun kam der Bruder des Radfahrers, ein 18-jähriger Mann dazu. Er zog die Polizeibeamten von seinem Bruder weg und versuchte ihn zu befreien. 

Erst durch den Einsatz von Pfefferspray konnte der Radfahrer festgenommen werden. Sein Bruder nahm ihm nun eine Umhängetasche ab und flüchtete auf dem Radweg. Doch das brachte ihm alles nichts: 

Der 18-Jährige konnte später an seiner Wohnadresse angetroffen werden. 

Da die beiden Brüder zur Herkunft des Fahrrades keine Angaben machen und auch keinen Nachweis für das Eigentum bringen konnten, wurde das Fahrrad von der Polizei sichergestellt. 

Der 20-Jährige gab auch noch an, vor der Fahrt mit dem Fahrrad einen Joint geraucht zu haben. Eine Blutentnahme wurde angeordnet. Nach erfolgten polizeilichen Maßnahmen wurden beide Brüder entlassen. 

Den 20-Jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Fahrraddiebstahl und Gefährdung des Straßenverkehrs. Dem 18-jährigen Bruder erwarteten Anzeigen wegen Gefangenenbefreiung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Bedrohung.

jl

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