Olympiaturm

Arbeiten am Olympiaturm verzögern sich bis Ende Juli

Georg Steinbeck ist als Projektleiter für die Baustelle am Olympiaturm zuständig.
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Georg Steinbeck ist als Projektleiter für die Baustelle am Olympiaturm zuständig.

Milbertshofen: Bis der Olympiaturm wieder in voller Pracht zu sehen ist, wird es noch ein bisschen dauern: Das provisorische Netz bleibt länger.

Manchmal erinnert das Wetter Georg Steinbeck daran, dass er auf einer besonderen Baustelle tätig ist. „Wir hatten einmal den Fall, dass es am Boden geregnet hat – und oben geschneit. Da mussten wir die Arbeiten abbrechen“, erzählt der Projektleiter der Deutsche Funkturm GmbH über seine Erfahrungen mit dem Olympiaturm. 

Seit April behindert ein grünes Sicherheitsnetz den freien Blick auf Münchens Wahrzeichen. Der gesamte Beton zwischen Aussichtsplattform und Turmspitze wird abgetragen und neu bearbeitet. Ursprünglich sollten die Arbeiten Ende Juni abgeschlossen sein. Doch diesen Zeitplan kann Steinbeck nicht einhalten.

„Der Olympiaturm hatte ein paar kleine Überraschungen für uns parat. Unter anderem war eine Beschichtung auf der Plattform, mit der wir nicht gerechnet hatten. Das ist aber nichts Ungewöhnliches bei solchen Projekten, es dauert dann nur ein bisschen länger“, erzählt Steinbeck. Bis Ende Juli/Anfang August sollen sich die Arbeiten noch hinziehen. Erst anschließend wird auch das Netz wieder abgebaut.

Steinbeck arbeitet berufsbedingt immer wieder auf Türmen, der Olympiaturm ist aber auch für ihn eine besondere Herausforderung. „Es ist schon ein Unterschied, ob man in zehn Metern Höhe arbeitet oder in 270 Metern“, sagt er lachend und fügt hinzu: „Nicht nur wegen der Aussicht.“

Seit seiner Eröffnung am 22. Februar 1968 sind die derzeitigen Arbeiten das erste richtige Facelifting für den Olympiaturm. 40 Tonnen Material werden in die Höhe befördert und verbaut. Sieben Minuten braucht der Aufzug dabei pro Fuhre. Arbeiten sind übrigens nur bis Windstärke fünf erlaubt. Hinzu kam eine Unterbrechung wegen Hagel. „Es gab bislang keine Unfälle oder größere Überraschungen“, sagt Steinbeck zufrieden.

Zwischen 700 000 und einer Million Euro werden die Arbeiten insgesamt kosten. Anschließend können auch Besucher wieder ganz hinauf, bislang nutzten bereits über 41 Millionen diese Chance.
mh

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