Wird der Hilferuf erhört?

Hundeschule in Moosach leidet unter Campern an Wohnwagenstandplatz - Stadt München und Polizei reagieren

Eine Frau steht am Straßenrand. Links von ihr ist das Schild einer Hundeschule zu sehen.
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Sabrina Neuhaus steht vor ihrer Hundeschule „Sitz, Platz, Bleib & mehr“. Im Hintergrund ist der Eingang zum Wohnwagenstandplatz zu sehen.

Im Sommer kam es für eine Hundeschule zu massiven Problemen mit Durchreisenden am Wohnwagenstandplatz. Darauf reagieren nun die Stadt München und die Polizei.

  • Im Sommer 2019 verwirklichte Sabrina Neuhaus ihren Traum und eröffnete ihre eigene Hundeschule in Moosach.
  • Dieses Jahr kam es jedoch zu massiven Problemen mit Durchreisenden, die am nahe gelegenen Wohnwagenstandplatz campierten.
  • Auf ihren Hilferuf reagieren nun die Stadt München und die Polizei.

Moosach - Im Sommer 2019 verwirklichte Sabrina Neuhaus ihren Traum und eröffnete ihre HundeschuleSitz, Platz, Bleib & mehr“ in Moosach, Am Neubruch. Direkt daneben: ein städtischer Wohnwagenstandplatz, auf dem Sinti und Roma oder Schausteller bis zu acht Wochen im Jahr verweilen dürfen.

Hundeschule in Moosach hat Ärger mit Durchreisenden am Wohnwagenstandplatz - Hilferuf an Stadt und Polizei gerichtet

Dieses Jahr kam es dort vermehrt zu Problemen: „In wenigen Tagen reisten wahnsinnig viele Wohnwägen an und blockierten die gesamte Straße“, erzählt Neuhaus. In den kommenden Tagen wurde es schlimmer: „Die Durchreisenden fuhren regelmäßig mit überhöhter Geschwindigkeit an der Hundeschule vorbei“, klagt die Untermenzingerin. „Anstatt die sanitären Anlagen zu benutzen, verrichteten sie ihre Notdurft auf den angrenzenden Feldern oder sogar auf meinem Grundstück. Der Geruch war unerträglich.“

Auf der Straße bildeten sich Müllberge.

Nach sechs Wochen reisten die Camper dann ab, beruhigt hat das die 39-Jährige nur teils: „Ich habe Angst, dass das gleiche Spiel nächstes Jahr erneut losgeht. Der Zeitraum war extrem geschäftsschädigend für mich, neue Kunden kamen nahezu keine dazu.“ Sollte sich dieser Zustand wiederholen, müsse sie ihr Geschäft schließen. Lösungen fielen ihr auch ein: „Der Einbau von Bodenwellen in der Straße oder ein städtischer Platzwart würden helfen.“

Hundeschule in Moosach hat Ärger mit Durchreisenden am Wohnwagenstandplatz - so reagieren Polizei und Stadt München

Zu Neuhaus Freude beschloss der BA einstimmig, ihre Lösungsvorschläge an das Kommunalreferat weiterzuleiten. Ferner forderten die Lokalpolitiker, dass die Platz-Satzung von 1983 überarbeitet werde. Die Vorkommnisse haben schon Folgen, wie Polizeisprecher Michael Marienwald erklärt: „Aufgrund der Mitteilungen bei der Polizeiinspektion 44 wurden verstärkte Kontrollmaßnahmen im Bereich des Wohnwagenstandplatzes veranlasst.“ Andreas Sigl, Sprecher des Kommunalreferats, ergänzt: „Das Kommunalreferat wird gemeinsam mit Sozialreferat, KVR und der Polizei erörtern, wie ähnliche Eskalationen künftig besser verhindert werden können.“

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