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Hoher Parkdruck in Wohngebiet in Milbertshofen: Anwohnerin fordert schnelle Lösung

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Von: Benedikt Strobach

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Der westliche Gehweg in der Eduard-Schenk-Straße ist breit genug, um Parken und sicheres Vorbeigehen zu ermöglichen. Bettina Kopecky fordert, das dortige Halteverbot komplett aufzuheben.
Der westliche Gehweg in der Eduard-Schenk-Straße ist breit genug, um Parken und sicheres Vorbeigehen zu ermöglichen. Bettina Kopecky fordert, das dortige Halteverbot komplett aufzuheben. © Benedikt Strobach

Eine Baustelle verdrängt aktuell viele Stellplätze in Milbertshofen - Eine Anwohnerin stellt BA und Bürgern eine Alternative für schnelle Hilfe vor.

Milbertshofen - Es ist ein Dauer-Ärgernis im 11. Bezirk: Die Stellplatzsituation in Wohngebieten. Zwar soll es ab 2024 endlich ein Parkraummanagement geben. Jedoch hilft das etwa den Anwohnern in der Siedlung nördlich des Petuelparks und westlich der Leo­poldstraße heute noch nicht.

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Anwohner klagen: Extremer Parkdruck im Wohngebiet in Milbertshofen

„Wir sind bereits jetzt einem enormen Parkdruck ausgesetzt“, sagt Anwohnerin Bettina Kopecky. Erschwerend komme hinzu, dass die Torquato-Tasso-Schulen in den kommenden Jahren neu gebaut werden. „Dadurch wurden über Nacht 40 Parkplätze in Halteverbote verwandelt. Das hilft der Situation nicht“, klagt die 66-Jährige. Anwohner würden bereits heute lange nach Parklücken suchen.

Das bestätigt sich vor Ort: Eine Anwohnerin bleibt in der Einfahrt zur Guddenstraße stehen, da sie keinen Platz findet. Der Fahrer dahinter hupt – und es kommt zum Streit mit unschöner Wortwahl und Polizeidrohung. Die Anwohnerin kehrt 20 Minuten später zurück. Sie habe einen Platz weiter südlich gefunden. Währenddessen suchen weitere Pkw erfolglos.

Parkplatzmangel in Milbertshofen: Anwohnerin schlägt Alternative für schnelle Hilfe vor

Eine Lösung sei dringend nötig – und Kopecky hat eine Idee: „In der Eduard-Schenk-Straße, zwischen Gudden- und Christoph-Schmid-Straße gibt es zwei breite Gehsteige. Auf dem westlichen könnte man das Halteverbot aufheben und halbseitiges Gehwegparken erlauben. Dort wohnt niemand und es muss niemand entlanggehen, da keine Eingänge oder Einfahrten existieren.“ Es bliebe auf Wohnungsseite ein Fußweg und der Verkehr würde nicht behindert.

Ihre Idee vertrat sie im Namen von 120 Nachbarn, die in einer Liste unterschrieben hatten, vor BA und Bürgerversammlung – und fand jeweils Zustimmung. Robert Adam vom Mobilitätsreferat (MOR) gab zu bedenken, dass der Erhalt des Gehwegs im Zuge die Schulwegsicherheit noch geprüft werde. Das sieht Kopecky unproblematisch. „Der Schuleingang wird sich künftig an der Christoph-Schmid-Straße befinden. Ein Zebrastreifen an der Kreuzung zur Eduard-Schenk-Straße würde auch genügen.“

Bettina Kopecky hat einen Lösungsvorschlag für das Parkplatzproblem.
Bettina Kopecky hat einen Lösungsvorschlag für das Parkplatzproblem. © Benedikt Strobach

Die Stadt kam ihr bereits entgegen: Seit dem 27. Juni gelte am westlichen Gehsteig der Eduard-Schenk-Straße eine zeitliche Beschränkung des Halteverbots, teilt eine Sprecherin des MOR auf Hallo-Anfrage mit. Von 18 bis 7 Uhr darf dort geparkt werden. „Das ist aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir brauchen eine dauerhafte Lösung“, sagt die 66-Jährige. Die Halteverbote gelten laut MOR bis Ende April 2023. Wie viele Parkplätze anschließend wieder frei werden, kann die Sprecherin nicht sagen. Die Arbeiten an den Schulen sollen aber bis 2025 und 2029 dauern. Und die Parklizenz kommt erst 2024.

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