Studentenwohnheim oder Pflegeeinrichtung?

Gelände des Weyprechthofs: Parteien ringen um Standort

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Heute herrscht hier kein Biergartenbetrieb mehr: Nach langem Leerstand tagt der Bezirksausschuss nun über konkrete Pläne für das Gelände.

Seit mehr als einem Jahr ist das Gelände an der Max-Liebermann-Straße ungenutzt: Im Bezirksausschuss entfachte indes eine hitzige Debatte um die Zukunft des Areals. Die Hintergründe und Vorschläge...

Milbertshofen/Am Hart – Seit der Weyprechthof mit Biergarten vor über einem Jahr geschlossen hat, steht das Grundstück an der Max-Liebermann-Straße 6 leer (Hallo berichtete). Nun bekam der zuständige Bezirks­ausschuss (BA) einen Vorbescheid vorgelegt, der zeigt, was mit dem Gelände passieren soll. 

Angedacht ist der Bau eines Studentenwohnheims und eines Beherbergungsbetriebes inklusive Gastronomie und Tiefgarage. Vor allem das Studentenwohnheim sorgte im BA aber für reichlich Diskussion.

Die CSU kann der Idee nichts abgewinnen. „Wir sollten lieber Wohnungen für die Münchner bauen und nicht für zuziehende Studenten“, so der Tenor. Christina Hörl aus der SPD setzte entgegen, dass die Studenten ohne ein Studentenwohnheim in normale Wohnungen ziehen würden und dort den Einheimischen den Platz wegnehmen.

Hoffen auf einen Biergarten

Aber nicht nur das Studentenwohnheim stößt auf Besorgnis: Das Konzept des Beherbergungsbetriebes sieht ein Hotel mit 54 Zimmern vor. Die CSU befürchtet, dass man hier ein Boardinghouse zugeschoben bekommt.

Allein die Gastronomie wird von den meisten Parteien begrüßt: „Sollte es sich um einen Biergarten handeln, der die lokalen Anwohner anspricht, haben wir nichts dagegen“, hieß es aus den Reihen der CSU.

Die Freien Wähler haben eine andere Idee: Der Bedarf für ein Senioren- und Pflegeheim sei viel größer. Da das Grundstück aber einer privaten Baufirma gehört, hat die Stadt keinen Einfluss auf den Investor. 

Der BA vertagte schließlich die Entscheidung über den Antrag. Man wolle den zuständigen Bauherrn in den Unterausschuss einladen, um mit ihm über Einzelheiten seines Konzeptes zu reden.

Tim Pohl

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