Mensa-Erweiterung als Dauer-Baustelle

Gymnasium Moosach: Ärger über desolate Toiletten- und Kantinen-Situation

Moosach Es hat schon einige Jahre auf dem Buckel, das Schulzentrum in Moosach, das Gymnasium, Real- und Grundschule beherbergt. Und das merkt man auch. Vor allem die Toiletten-Situation im Gymnasium ist desolat, zahlreiche WCs mussten schon geschlossen werden, da viele Rohre undicht sind und es überall nass eingeht. Ein Zustand, den weder Schulleiter Dr. Peter Riedner noch die Eltern weiter hinnehmen wollen. Seit bereits einem Jahr weiß die Stadt vom Problem mit den Toiletten, sagt Riedner. „Im Mai kamen Mitarbeiter des Baureferats und haben sich das Dilemma angesehen“, merkt er an. Seither habe die Stadt immer wieder versprochen, Abhilfe zu schaffen. Doch passiert sei bislang nichts. Schlimm für die Schüler, weiß Elternbeirats-Vorsitzende Aleth Gollwitzer: „Die Kinder verhalten oder trinken gar nichts mehr, weil es ihnen so vor den Toiletten graust“, erklärt sie. Der Miss-mut bei den Eltern sei mittlerweile so groß, dass sie Unterschriften sammeln, die sie Oberbürgermeister Ude übergeben wollen. „So ist die Situation nicht mehr tragbar“, betont Aleth Gollwitzer. Zum Toiletten-Ärger käme auch noch hinzu, dass die Kantine seit Herbst geschlossen ist. In den Ferien wurde der Mensa-Raum vergrößert – „eine Woche sollte das dauern“, sagt der Schulleiter. Doch die Stadt hatte laut Robert Schneider vom Schulreferat Pech mit der Firma – es musste eine neue gesucht werden, und so ziehen sich die Arbeiten noch bis zu den Weihnachtsferien hin. Was die Toiletten betrifft, denkt Schneider, dass in den Pfingstferien 2009 Abhilfe geschaffen werde. Eine Sanierung, die mehrere hunderttausend Euro kosten werde, sei gerade in Planung. Dass etwas „in Planung“ sei, hat Riedner die letzten Monate oft gehört. Auch in Bezug auf eine Komplett-Sanierung des Gebäudes, das 1976 fertiggestellt wurde. Doch wann der Betonbau mit Flachdach, dessen Bausubstanz in marodem Zustand ist, wirklich erneuert wird, stehe in den Sternen. Fest stehe aber: „Derzeit sucht die Stadt wohl einen privaten Investor, da die Kosten rund 50 Millionen Euro betragen weden“, sagt Riedner. bit

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