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Mehrgenerationenhaus am Harthof erhält bayerischen Generationenpreis ‒ was das Patenprojekt besonders macht

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Von: Benedikt Strobach

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Das Mehrgenerationenhaus an der Dientzen­hoferstraße 68 ist ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters.
Das Mehrgenerationenhaus an der Dientzen­hoferstraße 68 ist ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters. © Benedikt Strobach

Das Mehrgenerationenhaus „Unter den Arkaden“ am Harthof in München wurde für sein Ehrenamts-Projekt gewürdigt – Paten spielen dabei eine wichtige Rolle.

Mit je 4000 Euro ist der Generationenpreis „Gemeinsam aktiv“ des Bayerischen Sozialministeriums dotiert. 14 Projekte werden im Freistaat am heutigen Mittwoch, 26. Oktober, damit ausgezeichnet. Eines davon kommt aus München: das „Patenprojekt Nordlicht“ des Mehrgenerationenhauses „Unter den Arkaden“ am Harthof.

Bayerischer Generationenpreis für Mehrgenerationenhaus „Unter den Arkaden“ am Harthof in München

Dass sie den Preis gewonnen haben, freut die Mitarbeiterinnen Patricia Formisano-­Schmitz und Uschi Weber. „Bei dem Projekt geht es darum, Menschen ehrenamtliche Helfer, sogenannte Paten, zu vermitteln, die sie bei schwierigen Aufgaben unterstützen“, erklärt Weber. „Das können Schul-Nachhilfe oder Jobcenter-Anträge sein“, ergänzt Formisano-­Schmitz.

Paticia Formisano-­Schmitz (li.) und Uschi Weber freuen sich über den Preis für ihr Patenprojekt
Paticia Formisano-­Schmitz (li.) und Uschi Weber freuen sich über den Preis für ihr Patenprojekt © Benedikt Strobach

Dabei kommen die Paten aus verschiedenen Generationen. „Wir haben viele Senioren, aber auch Berufstätige und Studierende, die sich bei uns engagieren“, erklärt Weber. Das Angebot umfasst sieben Lern- und drei Hauspaten – letztere helfen etwa bei behördlichen Problemen – sowie eine Sprachpatin aus der Ukraine, die zweimal pro Woche einen Deutschkurs anbietet.

„Das tolle am Projekt ist, dass die Paten und die Person, der sie helfen, meist aus unterschiedlichen Generationen stammen und durch die enge Zusammenarbeit ein anderes Verständnis für die Bedürfnisse des Gegenübers entwickeln“, erklärt Weber.

Alleinstehende Senioren freuen sich etwa über Gesprächspartner, während Kinder oft über einen großen Erzähldrang verfügen. „Bei der Nachhilfe können dann beispielsweise die älteren Paten den Geschichten der Schüler zuhören. Es entsteht ein besonderer Zusammenhalt“, sagt Formisano-Schmitz.

Paten aus verschiedenen Generationen spielen bei dem Projekt ein wichtige Rolle

Seit 2003 gibt es das Projekt, ausgezeichnet wurde es nun erstmals. Die Lern- und Formularhilfe-Angebote seien besonders beliebt. Neue Paten seien auch gerne gesehen. „Viele kommen mit konkreten Ideen, manche aber auch nur mit dem Drang zu helfen, ohne genau zu wissen wie. Mit Letzteren erarbeiten wir dann Angebote“, sagt Weber.

Ähnlich vermittle man komplexe Probleme auch an die richtigen Stellen. „Wir sind etwa bei hohen Schulden nicht die richtigen Ansprechpartner, finden diese aber.“ Es gehe darum zu helfen. „Wir sehen uns als Ergänzung, nicht als Konkurrenz zu bestehenden Angeboten“, betont Formisano-­Schmitz.

Am Patenprojekt Interessierte können sich unter der E-Mail-­Adresse mgh@etcev.de melden.

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