Irritationen im Vorfeld

Zum Abschluss gab’s für alle Helfer im Tennisstüberl eine deftige Brotzeit. Foto: privat

Zum 29. Mal fand jetzt das vom SPD Ortsverein organisierte Rama Dama im Gemeinegebiet von Unterföhring statt. Rund 75 Helfer sammelten 70 Müllsäcke voll Unrat ein.

Im Vorfeld des diesjährigen Ramadama sorgte die von der SPD gewählte Beezichnung „Unterföhringer Umwelttag“ für Irritationen. Vertreter anderer Parteien äußerten ihren Unmut über diese Bezeichnung und kritisierten, dass Bürger dies mit dem von der Gemeinde Unterföhring organisierten Umwelttag verwechseln könnten. Auch wenn es sich dabei nicht um einen geschützten Begriff handelt und sich der SPD-Ortverband „an den unsinnigen Wortspielereien keineswegs beteiligen möchte“, werde man künftig diese Flurrainigungaktion als „Umweltaktion“ ankündigen, heißt es dazu aus dem Ortsverband. Und nötig ist diese Aktion, wie sich heuer wieder zeigte: Rund 75 Helferinnen und Helfer fanden sich um 9 Uhr am Rathausvorplatz ein, um von dort in neue Touren das Gemeindegebiet nach gedankenlos weggeworfenem Unrat zu durchforsten: Und sie wurden „fünfig““, wie am Ende die prall gefüllten 70 Müllsäcke eindrucksvoll belegten. Leider musste erstmals in der Geschichte des Rama Dama eine Tour mitten durch ein Wohngebiet führen. Eine Gruppe Helfer war in Unterföhring Süd zwischen Dorfangerweg und Straßäckerallee unterwegs und sammelte den achtlos weggeworfenen Müll ein. Ein Helfer schüttelte verständnislos den Kopf, als er an verschiedensten Stellen volle Kinderwindeln fand. „Eltern sollten ihren Kindern ein Vorbild sein. Wenn die Kinder später einmal die Praktiken ihrer Eltern anwenden dann gute Nacht“, so die Meinung des Helfers. Ein weiteres, leidiges Problem waren neben den fast schon allgegenwärtigen Fast-Food-Verpackungen und Coffee-to-go-Bechern weggeworfene Zigarettenschachteln und -kippen. Ansonsten fanden sich die übrigen „Klassiker“. Fahrräder, Fernseher, ein Surfbrett, Zelte, ein Trampolin, eine Autobatterie, ein großer Grill und zwei Halteverbotsschilder. Auch zwei Einkaufswägen eines ortsansässigen Discounters wurden aufgefunden und ihrer wahren Bestimmung zugeführt. Zum Abschluss der Umweltaktion gab es im Tennisstüberl an der Jahnstraße für alle Teilnehmer auf Kosten der Gemeinde eine deftige Brotzeit und kühle Getränke. Da es leider auch weiterhin Umweltsünder in und um Unterföhring geben wird, „freuen“ sich die Organisatoren schon auf das nächstjährige Jubiläum, wenn es zum 30 Mal heißt „Auf geht’s zum Rama Dama in Unterföhring“ – dann unter der Bezeichnung „Unterföhringer Umweltaktion!“

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