Modernes Tanztheater künftig regelmäßig in Unterföhring

„Silentium“ im Bürgerhaus als Premiere

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Mit der Choreographie „Silentium“ eröffnet Johannes Härtl im Bürgerhaus Unterföhring nicht nur die Saison 2012/13, sondern öffnet das Bürgerhaus auch für den zeitgenössischen Tanz. Er wird in der kommenden Saison drei Tanzstücke für das Bürgerhaus kreieren und dort zur Uraufführung bringen.

Mit der neuen, poetischen Choreographie „Silentium“ eröffnet am 22. September Johannes Härtl als „choreographer in residence“ im Bürgerhaus Unterföhring nicht nur die Saison 2012/13, sondern öffnet das Bürgheraus auch für den zeitgenössischen Tanz.

Härtel wird in der kommenden Saison drei Tanzstücke für das Bürgerhaus kreieren und dort zur Uraufführung bringen.


Mit „Silentium“, einer neuen, poetischen Choreographie über eine der Antriebskräfte des Menschen – die Suche nach Glück in der Stille – eröffnet Johannes Härtl nicht nur die Saison 2012/13 im Bürgerhaus Unterföhring, sondern öffnet das Bürgerhaus auch für den zeitgenössischen Tanz. Er wird in der kommenden Saison drei Tanzstücke für das Bürgerhaus kreieren und dort zur Uraufführung bringen. Die Choreografie 'Silentium' beschäftigt sich mit dem Suchen und Finden von Glück und innerer Gelassenheit. Diese Suche kann sowohl Antriebskraft für das Schaffen von Werken sein als auch Auslöser schwerer Depressionen oder Suchtkrankheiten. Johannes Härtl geht der Sache auf den Grund: welche möglichen Antriebskräfte gibt es für das Schaffen von Kunst und Kultur noch? Glück ohne Leid, Stille ohne Lärm, Kreativität ohne zermürbende Suche? Er rätselte im Vorfeld: „Ein befreundeter Schauspieler sagte mir einmal, er sei in seinen Rollen 'glücklicher' als im privaten Leben. Es könne mit dieser unendlichen Anzahl an möglichen Gedanken und Gefühlen nicht umgehen. Durch eine Rolle werde diese Anzahl eingeschränkt und damit leichter zu fassen – das beruhige ihn. Durch das Tanzen kenne ich einen Zustand, den ich momentanes Glück'nenne. Vielleicht ist Glück nicht ganz der richtige Begriff. Vielleicht kann man diesen Zustand besser mit 'Abwesenheit erdrückender Gedankenspiralen' beschreiben. Durch eine vorgeschriebene Choreografie oder einen vorgegebenen Rahmen hat man eine Aufgabe, mit der man beschäftigt ist. Man ist dadurch einerseits von sich selbst abgelenkt, andererseits spürt man sich, seinen Körper und seine Gefühle aber sehr deutlich.“Johannes Härtl arbeitet gerne mit Tänzern zusammen, die aus unterschiedlichen kulturellen und sozialen Zusammenhängen stammen sowie mit Künstlern aus anderen Sparten. So wirken bei der Produktion „Silentium“ neben Jasmin Hauck, Mathis Kleinschnittiger und Marie Preußler die internationalen Täner/innen Marielle Aranda und Helena Wilhelmsson aus Schweden, Hygin Delimant, Anthony Kirk und Jared Marks aus den USA, Micael Orosco aus Dänemark und Daniele Ricci aus Italien mit.Jan Paul Werge brachte als erfahrener und experimentierfreudiger Theatermusiker spannende Impulse und seine Suche nach der Stille ein.Härtl  zum Bürgerhaus Unterföhring: „Bei meinem ersten Besuch in Unterföhring fiel mir trotz der vielen Medienleute die konzentrierte Ruhe auf, die das Bürgerhaus ausstrahlte und die mich sehr inspiriert hat. Der ganze Ort wirkt offen, das Bürgerhaus mit dem großzügigen Vorplatz hell und luftig, und ich bin sehr froh und dankbar, dass ich nun hier drei Jahre lang mit meiner Compagnie arbeiten darf. Da das Bürgerhaus Unterföhring bisher vor allem ein Musikpublikum hat, habe ich mich auch zum ersten Mal in eine derart enge Zusammenarbeit mit einem zeitgenössischen Komponisten begeben, und bisher bin ich sehr glücklich mit diesem Experiment.Die erste Choreographie, „Silentium“ wurde natürlich direkt für die große Bühne im Bürgerhaus konzipiert, und auch hier hat der Ort meine Entscheidungen beeinflusst, denn an einer kleineren Bühne könnte man derart frei und raumgreifend mit zehn Tänzern und Tänzerinnen gar nicht denken. Tänzer brauchen Platz – und ich freue mich, diesen Raum künstlerisch spannend füllen zu dürfen.“Die Uraufführung findet am Samstag, 22. September, um 20 Uhr im Bürgerhaus Unterföhring statt. Eine weitere Vorstellung im Bürgerhaus ist am 6. Oktober um 20 Uhr. Karten i(20,erm. 15 Euro bzw. 15, erm. 12 Euro) gibt es unter Tel. 089/9 5081506


. Mehr  unter www.johanneshaertl.de

Johannes HärtlDer geborene Garmisch-Partenkirchener kam über Umwege zum zeitgenössischen Tanz – für Johannes Härtl waren das Studium der Medizin und Pädagogik Wegbegleiter. Nach seiner Ausbildung zum Bühnentänzer an der Iwanson Schule und einigen Projekten in der freien Szene sowie an festen Häusern arbeitet Johannes Härtl heute als Choreograph, Tänzer und Veranstalter  von Tanzveranstaltungen. Außerdem ist er Dozent für zeitgenössischen Tanz, Improvisation, Partnering und Floortechnik. Seinem Debütstück 'Ego. fertig, los!' folgten die Produktionen 'Sieben Laster - Sieben Sünden' (2008), "Bei Nacht" (2009), und "Desire" (2010). „Andy“, ein Solo über Warhols Muse Edie wurde zum Solotanzfestival in Stuttgart eingeladen, bei dem Johannes  2007 in einer Choreographie von Minka-Marie Heiss selbst Finalist gewesen war. 2008 veranstaltete er zum ersten Mal das Tanzfestival „20/5 – zwanziginfuenf“, das im März 2009 in die zweite Runde ging. Diese Veranstaltungen boten ein Forum für zeitgenössischen Tanz, ebenso wie „Tanzabendeins“ vom Dezember 2008 und „Tanzabendzwei“ vom Februar 2010. Im Mai 2009 erhielt Johannes Härtl den Isadora Preis der Iwanson-Sixt Stiftung, 2010 das Weiterbildungsstipendium der LH München. 2012 beginnt Johannes mit einer choreographischen Residenz in Unterföhring und wird regelmäßig die Ergebnisse seiner weiteren Arbeit präsentieren.

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