Hier schnappt die Park-Falle zu

Da geht nichts mehr: Dominik Jürgens steckte mit seinem Auto so fest, dass der Hausmeister des Druckhauses an der Dessauerstraße zu Hilfe eilen musste.

Unbefestigte Stellplätze in der Dessauer- und der Messerschmittstraße: Autofahrer stecken in Schnee und Erde fest

Moosach Das Szenario ist jeden Tag das gleiche – seit es geschneit hat: Autofahrer, die ihr Fahrzeg in der Dessauer- oder in der Messerschmittstraße abstellen wollen, freuen sich, gerade noch einen Parkplatz zu erwischen. Sie biegen in die vermeintliche Glücks-Lücke ein – und stecken fest. Denn was zunächst wie ein Stellplatz aussieht, ist in Wirklichkeit Moosachs mieseste Park-Falle! Ab April 2010 wurden die beiden Straßen erstmals ordentlich erschlossen. Der Ausbau ist seit Ende Herbst beendet – allerdings sollen im Frühjahr noch Bäume gepflanzt werden, und zwar genau zwischen den einzelnen Schrägparkplätzen. Dafür wurden kleine Inseln in der Größe eines Parkplatzes freigehalten und mit Erde aufgefüllt. Liegt darauf Schnee, sind die Inseln von den normalen Parkplätzen nicht mehr zu unterscheiden. So schnappt die Falle zu... Zu spüren bekommen haben das nun schon so einige Bürger. Allein die beiden Hausmeister vom Druckhaus an der Dessauerstraße haben bereits 50 Autos mit ihren Besitzern aus den Löchern herausgezogen. Einer von den „Geretteten“ ist Dominik Jürgens. Der 18-Jährige hatte es eilig, wollte in die Berufsschule. „Ich habe nicht gesehen, dass die Parklücke so gefährlich ist“, sagt er. Und trotz der Hilfe seiner Freunde, die kräftig geschoben haben, bewegte sich sein Fahrzeug keinen Millimeter mehr vom Fleck. Erst mit Hilfe eines Abschleppseils, befestigt an einem kleinen Schneeräumgerät, konnte das Auto befreit werden. Ähnlich erging es auch Robert Masurka. „Man freut sich, dass man nach ewigem Suchen endlich einen Parkplatz hat – und dann steckt man fest“, sagt der 47-Jährige. Das Debakel bemerke man erst, wenn man wieder versuche, aus der Lücke herauszukommen. „In der Erde drehen die Räder durch, viele Autos setzen wohl auch auf“, sagt der Münchner. Ihm half ein Freund – „zum Glück“, sagt er, „sonst hätte ich den Abschleppdienst anrufen müssen. Und das hätte sicherlich viel Geld gekostet.“ Mit vereinten Kräften – sogar Angestellte der umliegenden Firmen haben schon beim Schieben geholfen – sind bislang alle Autos aus der Park-Falle gerettet worden. „Das ist doch aber kein Zustand“, sagt Dominik Jürgens. „Das muss doch kenntlich gemacht werden, dass das keine Parkplätze sind“, meint er. Dies sieht Jürgen Marek, Sprecher des Baureferats ein. Er verspricht, dass sich Mitarbeiter des Gartenbauamts so bald wie möglich die Situation vor Ort anschauen werden. „Ist das Problem tatsächlich so gravierend, werden wir wohl eine Lösung suchen müssen“, sagt er. Tanja Bitterer

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