Sammelklage gegen die Hubschrauberstaffel in Oberschleißheim

Gewaltiger Ärger im Anflug

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Die Hubschrauberstaffel sollte ursprünglich vom Franz-Josef-Strauß-Flughafen nach Oberschleißheim auf das Gelände der Bundespolizei umziehen.

Hasenbergl - Die Hubschrauber der bayerischen Landespolizei sollen künftig aus Oberschleißheim starten - Doch Anwohner und Bund Naturschutz könnten diesen Plan jetzt vereiteln

Es wird immer lauter im Streit um die Hubschrauberstaffel der bayerischen Landespolizei: Nach Klagen der Gemeinde Oberschleißheim und des Bund Naturschutz wegen Lärm- und Artenschutz (Hallo berichtete), schließt sich nun auch ein privater Kläger an. Bei dem Münchner, der eine eigene Klageschrift einreichen will, soll es sich laut tz um einen direkt betroffenen Anwohner handeln, der sich seit Jahren im Kampf gegen die Verlegung engagiert.

Die Hubschrauberstaffel sollte ursprünglich unkompliziert vom Franz-Josef-Strauß-Flughafen nach Oberschleißheim auf das Gelände der Bundespolizei umziehen. Doch in diesem Fall wären vor allem die Anwohner im Gebiet rund um das Frauenholz nördlich der Schleißheimer Straße und der Aschenbrennerstraße übermäßigem Helikopter-Lärm ausgesetzt. Deswegen setzte sich der Bezirksausschuss (BA) Feldmoching-Hasenbergl für schärfere Lärmprüfungen ein. 

Aktuell müssen auf allen Seiten die Klagebegründungen zusammengefasst und in Abstimmung mit Spezialisten erörtert werden. Die Klage wird allein beim Bund Naturschutz rund 10 000 Euro Gerichtskosten verursachen. „Doch der Schutz der Bevölkerung, der Tiere und Pflanzen im Münchner Norden ist uns das wert“, sagte Geschäftsführer Rudolf Nützel. jl

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