Fröttmanings neue Bühne

Das Deutsche Theater zieht um: Die vier Musical-Zelte stehen bereits

Fröttmaning Auf dem Gelände an der Werner-Heisenberg-Allee 11 singen zur Zeit die Kräne und Akkuschrauber. Ab 14. Oktober steht dann der „Papst“ auf der Bühne des riesigen Deutschen Theater-Zelts und singt über seine Jugend, die große Liebe und sein uneheliches Kind. Bis dahin muss noch ordentlich gewerkelt werden, damit das Deutsche Theater auch im neuen Ambiente in Fröttmaning glänzen kann. Das neobarocke Gebäude an der Schwanthalerstraße wird in den kommenden drei Jahren saniert. Seit 112 Jahren wurden darin Menschen zum Staunen, Träumen, Lachen und Weinen gebracht. Aber die Zeit hat ihre Spuren an dem Gemäuer hinterlassen, das unter Denkmalschutz steht. Ein Ersatz musste her. Deswegen stellte die Stadt München dem Deutschen Theater das unbebaute Gelände an der Werner-Heisenberg-Allee zur Verfügung.Seit Juni wird die Zeltformation aufgebaut. Das Theaterzelt hat schon Musicalerfahrung. In Berlin wurde darin „Daddy Cool“ aufgeführt. Wer mit der U 6 Richtung Garching-Hochbrück fährt, erblickt die drei kleinen Zelte und das große Theaterzelt sofort. Von der U-Bahn-Station Fröttmaning geht der Weg zum Deutschen Theater über eine überdachte Fußgängerbrücke. Das Foyerzelt hat, wie die beiden anderen Zelten, die es flankieren, eine Grundfläche von 635 Quadratmeter. An der höchsten Stelle ist es zwölf Meter hoch. Im Foyerzelt können die Besucher ihre Jacken und Mäntel an zwei Garderoben abgeben, an einer der beiden Bars noch einen Drink nehmen oder sich auf der Toilette frisch machen. Im Eventzelt links daneben können etwa 600 Personen auf der 250 Quadratmeter großen Fläche tanzen und feiern. Im Restaurantzelt auf der rechten Seite übernehmen das Restaurant Alhambra sowie die Firma Käfer das Catering, das schon in der Schwanthalerstraße für optische und kulinarische Genüsse gesorgt hat. Im Restaurantzelt wird in den Pausen und bei Events bedient. Wenn das Hauptzelt leer ist, haben darin locker zwei Flugzeuge auf der Grundfläche von 3750 Quadratmetern Platz. Leer steht es schon lange nicht mehr. In der einen Hälfte wird gerade die riesige Bühne aufgebaut. Der Turm ist 17 Meter hoch, und kann 30 000 Kilogramm Gewicht tragen. „Der Regisseur und der Bühnenbildner haben sie schon gesehen. Und sie sind ganz begeistert“, sagt Pressesprecherin Christina Zopp. Die Wände werden verschalt, der Boden eben gemacht und mit Teppichen bedeckt, so dass es im Herbst und Winter im Zelt kuschelig warm ist. Was den Zuschauern besonders gefallen wird: Im gesamten Zelt gibt es keine Stützen. Man sieht also von jedem der 1700 gepolsterten Theaterstühle ohne Behinderung auf die Bühne. Insgesamt werden rund 1900 Personen auf der Tribüne Platz finden, bei Stehkonzerten sogar bis zu 3000. Während der Ballsaison werden in dem großen Zelt Tische aufgestellt und eine Tanzfläche aufgebaut, damit die bis zu 2100 Feiergäste genügend Platz haben. Katharina Bitz Premiere: „In Nomine Patris“ Die Saison im neuen Deutschen Theater in Fröttmaning, Werner-Heisenberg-Allee 11, beginnt mit der Welturaufführung des Musicals „In Nomine Patris“ amDienstag, 14. Oktober. Das Stück von Bernd Stromberger läuft bis 16. November im riesigen Theaterzelt. Papst Anastasius Christus sorgt für Wirbel in der Gemeinde der Gläubigen und Abtrünnigen. Als junger Priester entscheidet er sich gegen seine große Liebe und für das Zölibat. Erst nach der Wahl zum Papst erfährt er von der Existenz seiner Tochter. Diese Nachricht stürzt ihn in eine tiefe Sinneskrise. Das Musical dauert fast drei Stunden, inklusive einer 20-minütigen Pause. Die Karten kosten zwischen 25 und 82 Euro und sind unter www.muenchenticket.de erhältlich. Spielzeiten sind dienstags bis samstags um 20 Uhr sowie am Sonntag um 14.30 und um 19 Uhr. bz

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