Medaille „München leuchtet“ durch OB Reiter verliehen

Brigitte Fingerle-Trischler für ihre Arbeit im Stadtteilarchiv Freimann ausgezeichnet

Eine Frau steht vor einem Regal und hält eine bronzene Medaille in ihrer Hand. Hinter ihr reihen sich hunderte bunte Aktenordner in den Fächern.
+
Brigitte Fingerle-Trischler vor ihrem Herzenswerk, dem Stadtteilarchiv für Freimann in der Mohr-Villa. Für ihre Arbeit hier wurde sie mit der Medaille „München leuchtet“ in Bronze ausgezeichnet

Brigitte Fingerle-Trischler wurde für ihre Arbeit im Stadtteilarchiv in Freimann die Medaille „München leuchtet“ in Bronze von OB Dieter Reiter verliehen.

  • Seit 20 Jahren arbeitet Brigitte Fingerle-Trischler im Stadtteilarchiv für Freimann in der Mohr-Villa.
  • Nun wurde ihr dafür durch OB Dieter Reiter die MedailleMünchen leuchtet“ in Bronze verliehen.
  • Was den Stadtteil besonders macht...

Freimann - Ein Bild des alten Rathauses ziert die Münze auf der einen, auf der anderen Seite ist ein Moriskentänzer von Erasmus Grasser zu sehen: Die Medaille „München leuchtet“ ist eine Ehrung für besondere Verdienste im Bezug auf München. Die neueste Geehrte: Brigitte Fingerle-Trischler, Leiterin des Stadtteilarchivs und Vorstandvorsitzende der Mohr-Villa in Freimann, bekam die Auszeichnung von OB Dieter Reiter verliehen.

Brigitte Fingerle-Trischler erhält Medaille „München leuchtet“ für ihre Arbeit im Stadtteilarchiv Freimann

Die Freimannerin freut sich darüber: „Es ist schön, dass die Stadt unsere Arbeit hier so schätzt.“ Erstmals erwähnt wurde Freimann um das Jahr 950 herum, Fröttmaning sogar noch früher: „Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfs geht auf das Jahr 815 zurück“, erzählt Fingerle-Trischler. Etwa 1000 Jahre danach, 1810, schloss sich das Dorf Freimann mit den Nachbarorten Fröttmaning, Lappen sowie den Siedlungsgebieten Kultursheim und Neu-Freimann zur Gemeinde Freimann zusammen. „Innerhalb der damaligen Gemeindegrenzen befand sich auch ein Teil von Milbertshofen“, so Fingerle-Trischler.

1931 wurde Freimann in die Stadt München eingemeindet. „Der Stadtteil hatte lange mit Umwelt- und Imageproblemen aufgrund der Kläranlage und des alten Müllbergs, wegen dem auch das Dorf Fröttmaning aufgegeben werden musste, zu kämpfen.“ Heute sind das Areal um Windrad, Heilig-Kreuz-Kirche und das im Berg versunkene Dorf als Erholungsgebiet Fröttmaninger Berg und Fröttmaning selbst aufgrund der Allianz Arena international bekannt.

Seit 20 Jahren arbeitet Fingerle-Trischler im Stadtteilarchiv und erforscht die Historie des Viertels: „Dafür muss man viel Zeit in Stadt- und Staatsarchiv verbringen. Immer wieder gibt es aber auch Nachfahren von Zeitzeugen, die alte Dokumente an uns übergeben.“ Müde wirkt sie nicht: „Die Geschichte Freimanns ist sehr spannend, man entdeckt immer wieder Neues.“ Daher möchte sie bei guter Gesundheit noch ein paar Jahre im Archiv arbeiten. „Mein Herz liegt eben in Freimann“, so die 71-Jährige.

Auch interessant:

Meistgelesen

Nach Kampfmittelräumung : Stadt verlangt Beteiligung von Anwohnerin – sie sieht sich benachteiligt
Nach Kampfmittelräumung : Stadt verlangt Beteiligung von Anwohnerin – sie sieht sich benachteiligt
Münchnerin crasht gegen Bahnschranke und begeht Fahrerflucht - Polizei kann ihr Führerschein nicht abnehmen
Münchnerin crasht gegen Bahnschranke und begeht Fahrerflucht - Polizei kann ihr Führerschein nicht abnehmen
Siegerentwurf zum neuen Quartier auf ehemaligen Knorr-Bremse-Areal vorgestellt
Siegerentwurf zum neuen Quartier auf ehemaligen Knorr-Bremse-Areal vorgestellt
Suizidversuch in der Untersuchungshaft: 36-Jährige will sich erdrosseln
Suizidversuch in der Untersuchungshaft: 36-Jährige will sich erdrosseln

Kommentare