Nach Brand in Freimann

Mobile Halle für die Feuerwehr

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Bald ist die Interims-Halle der Freiwilligen Feuerwehr Freimann fertig.

Freimann - Seit im Juli 2017 das eigene Feuerwehrhaus abbrannte, können die Fahrzeuge bald zu ihrem Standort zurück, denn ein großer Neubau ist geplant

Markus Brunner freut sich schon auf die neue Halle.

Es war ein riesiger Schock im Juli 2017 für die Freiwillige Feuerwehr Freimann: Der Alarm ging los, die Kameraden eilten zum Feuerwehrhaus – und stellten fest, dass ihr eigenes Gerätehaus in Flammen stand. „Es war einer der härtesten Tage“, sagt Abteilungsführer Markus Brunner. „Wir konnten nur zuschauen, das war besonders schwer.“ Bei dem Brand ist Schaden in Millionenhöhe entstanden: Das Gerätehaus musste abgerissen werden, zwei Großfahrzeuge hatten einen Totalschaden, die Schutzausrüstung war zerstört. „Jetzt geht es endlich wieder aufwärts“, sagt Brunner.

Gerade wird bei der Freimanner Feuerwehr eine Interims-Halle mit Zeltdach und Aluminium-Seitenwänden aufgestellt. Das Außengestell steht schon, gerade wird der Innenausbau gemacht. Am 19. Februar soll die Halle übergeben werden. „Dann können wir unsere Fahrzeuge wieder hier unterbringen“, sagt Brunner. Die Freimanner Feuerwehr hat momentan zwei große Einsatzfahrzeuge: Eines hat den Brand heil überstanden, weil es in der Werkstatt war, das andere ist eine Leihgabe von einer anderen Wehr. Zur Zeit sind beide Fahrzeuge am Betriebshof der U-Bahn in Fröttmaning untergestellt. „Die Fahrzeuge haben einen Wassertank und dürfen nicht draußen im Frost stehen“, erklärt Brunner. Also treffen sich die Feuerwehrler bei einem Einsatz am Feuerwehrhaus in Freimann, fahren mit einem Mehrzweckauto nach Fröttmaning und steigen dort um. „Das ist natürlich ein Zeitverzug“, so Brunner. „Jetzt tritt endlich wieder der normale Betrieb ein.“

Die neue Fahrzeughalle ist mobil und kann in Extremsituationen einfach woanders aufgebaut werden

Das Besondere an der neuen Fahrzeughalle: Sie ist mobil und kann ab- und wieder aufgebaut werden. „Ich gehe davon aus, dass wir noch zwei bis drei Jahre hier sind und dann wieder umziehen“, erklärt Brunner. Es ist geplant, dass die Wehr ein Ausweichquartier an der Freisinger Landstraße bekommt, weil beim derzeitigen Standort an der Heinrich-Groh-Straße 8 ein großer Neubau entsteht. 6,08 Millionen Euro sind dafür im Mehrjahresinvestitionsprogramm der Stadt vorgesehen. Das noch bestehende Feuerwehrhaus wird abgerissen, künftig wird alles in einem Gebäude vereint. Geplant ist ein Keller mit Tiefgarage, eine Fahrzeughalle für vier Fahrzeuge sowie Umkleiden im Erdgeschoss, Büros im ersten Stock und Aufenthaltsräume im zweiten Obergeschoss. Der Neubau ist für 60 Feuerwehrler ausgerichtet, derzeit engagieren sich 36 Ehrenamtliche. Dem Zusammenhalt hat der Brand nicht geschadet: „Er hat uns massiv zusammengeschweißt.“cla

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