Freifläche anstatt Tankstelle 

Grün statt Benzin für neues Quartier

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Wo in der Heidemannstraße derzeit eine Tankstelle ist (kl. Foto) fordert der BA Schwabing-Freimann einen Grünzug. Er soll ein Fußgänger-Eingang zu dem geplanten Quartier auf dem Bayernkasernen-Areal sein.

Freimann - Mehr Grünflächen und einen Rodelhügel anstatt der Tankstelle: Das fordert der Bezirksausschuss. Wie die Pläne genau aussehen

Mehr Grün statt Benzin und einen Rodelhügel wünscht sich der Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann in einem überfraktionellen Eilantrag zu den Bauplänen auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne. Die Viertelpolitiker fordern, dass die Stadt den Pachtvertrag mit der Jet-Tankstelle an der Heidemannstraße nicht verlängert. Stattdessen soll auf der Fläche der Grünzug an der Heidemannstraße erweitert werden. Dadurch könne an der Nordwest-Seite ein neuer Quartierseingang für Fußgänger und Radfahrer entstehen.

Außerdem fordern die BA-Mitglieder, dass der südliche Grünzug des neuen Wohngebiets als Parkfläche mit Spielplätzen angelegt wird. Besonderen Wert legen die Viertelpolitiker dabei darauf, dass ein großer Rodelhügel geschaffen wird. „Dazu könnte man vielleicht gleich den Aushub von der Baustelle verwenden“, schlägt der BA-Vorsitzende Werner Lederer-Piloty vor.

Bereits seit längerem kämpft der BA außerdem für eine innovative Straßenplanung in dem Quartier (Hallo berichtete). Das Gremium forderte auf einem Teilstück der geplanten Ringstraße in der Mitte der Straße einen Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen. Auch die Parkplätze sollen nicht am Rand, sondern mittig angeordnet werden. Zunächst schien es so, als würde das nicht umgesetzt, jetzt hat der BA wieder Hoffnung: „Das Thema wird wieder aufgegriffen“, sagt Lederer-Piloty. „Es laufen Gespräche zwischen den Architekten und dem Planungsreferat, ob die Straßen nicht doch so gebaut werden können, wie wir es wollen.“ Ein Ergebnis, wie der Straßenquerschnitt jetzt aussehen soll, gibt es laut dem Planungsreferat jedoch noch nicht. „Die Prüfung läuft“, erklärt Sprecherin Birgit Schöppl. Claudia Schuri

Das sagt der BA vom Nachbarbezirk

Auch der Nachbarbezirksausschuss Milbertshofen–Am Hart hat jetzt Stellung zu den Plänen für das neue Quartier genommen.

Einstimmig forderte das Gremium, dass in den Planungen ein Bahnhof für eine U-Bahnlinie 26 integriert werden soll. Die Linie wäre eine Querverbindung zwischen den Haltestellen Am Hart und Kieferngarten. Sie hängt aber vom Bau der Entlastungsspange U9 ab. Verzichten können der BA Milbertshofen–Am Hart dagegen auf die Verlängerung der Tramlinie 23 bis mindestens zur Heidemannstraße – mit der U26 wäre diese nicht nötig, hofft der BA.

Der BA Milbertshofen–Am Hart wünscht sich außerdem eine dichtere Bebauung, um mehr Freiflächen erhalten zu können. Zudem bekräftigte er seine Forderung, dass das von der Stadt versprochene Seniorenheim in dem Quartier wirklich umgesetzt wird.cla

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