+++ Aus der Bürgerversammlung Freimann +++

Freimanner fürchten einen Verkehrskollaps

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So könnte eine Nordring-Verbindung aussehen.

Freimann - In der Bürgerversammlung hatten Anwohner die Möglichkeit Kritikpunkte und Wünsche zu äußern - Hallo weiß, worüber diskutiert und was beschlossen wurde

Die Freimanner sorgen sich um den Verkehr im Münchner Norden: Von zwölf Bürgerversammlungsanträgen hatten sieben Verkehrsprobleme zum Thema. Ein großes Anliegen war dabei der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs. „Der steht schon jetzt kurz vor dem Kollaps und die Situation wird sich mit dem Zuzug noch weiter verschärfen“, beschwerte sich Francis Scheb und forderte ein Verkehrskonzept. Der Nordring und die U26 müssten schnellstmöglich realisiert werden, erklärte er – und erhielt dafür großen Applaus. 

Auch Francis Scheb und Katharina Latsch von den Jusos, beteiligten sich mit ihren Anliegen an den Diskussionen in der Bürgerversammlung.

Auch Katharina Latsch von den Jusos beantragte eine „baldmöglichste Schienenertüchtigung des Nordrings“ und einen zügigen Anschluss an das S-Bahnsystem. „Der Ausbau ist die einzige konsequente Reaktion auf den erhöhten Pendlerverkehr“, erklärte sie.

Weitere Bürgervorschläge zum ÖPNV-Ausbau in der Versammlung waren zum Beispiel ein Fünf-Minuten-Takt der U6, eine Optimierung der Umsteigezeiten bei den Öffentlichen Verkehrsmitteln, mehr Busspuren und eine Ringlinie, die vom Olympiapark über den Arabellapark bis Berg am Laim fährt. 

Alle Anträge wurden mit großer Mehrheit angenommen. Immerhin: Das Verkehrskonzept für den Norden soll schon fast fertig sein und auch die U26 soll kommen, so die Auskunft der Stadt. cla

Ein weiteres Anliegen der Bürger betraf die Pläne der TS Jahn.

Hier gibt es keine Lösung

Tempoverstöße und unübersichtliche Kreuzungen – für diese Probleme gibt es keine einfachen Lösungen, wie auf der Bürgerversammlung deutlich wurde. Ein Anwohner hatte weitere Maßnahmen beantragt, um die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit im verkehrsberuhigten Bereich in der Sonnleitnerstraße durchzusetzen. Doch: Eine zusätzliche Beschilderung nütze nichts, so niedrige Geschwindigkeiten könnten nicht gerichtsverwertbar gemessen werden und Schwellen als Barrieren würde großen Lärm verursachen, so die Stadt. Auch für die Forderung, an der Kreuzung Floriansmühlstraße und Sondermeierstraße eine Querungshilfe zu installieren, gab es ein Nein: Für eine Insel sei nicht genügend Platz, für Ampel und Zebrastreifen sei die Nutzung zu selten.

Proteste gegen den FOS-Umzug

„Die Stadt soll entweder den Mietvertrag in dem jetzigen Gebäude verlängern oder einen Alternativstandort im Norden suchen“, forderte Andrea Dietrich, deren Tochter selbst die FOS besucht.

Die Fachoberschule für Sozialwesen und Gesundheit (FOS) in Freimann muss zum Schuljahr 2019/2020 übergangsweise nach Freiham umziehen, bis das neue Gebäude an der Freudstraße fertig ist (Hallo berichtete). Bei der Bürgerversammlung kämpften die Freimanner dagegen. „Die Stadt soll entweder den Mietvertrag in dem jetzigen Gebäude verlängern oder einen Alternativstandort im Norden suchen“, forderte Andrea Dietrich, deren Tochter selbst die FOS besucht. „Für die Schüler verlängert sich der Schulweg enorm und viele Betriebe müssen auf Praktikanten verzichten.“ Laut dem Referat für Bildung und Sport gibt es aber für die Schule mit über 685 Schülern keine Alternative zum Umzug. Eine Verlängerung des Mietvertrags im bestehenden Gebäude sei nicht möglich und Alternativen im Norden gebe es nicht.

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