Die Anlage soll 2020 an den Start gehen und bis zu 2000 Haushalte versorgen

Es dreht und wendet sich: Bei der Arena entsteht ein zweites Windrad

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Ein Windrad gibt es in Fröttmaning bereits. Ab 2020 soll ganz in der Nähe der Allianz-Arena ein zweites in Betrieb gehen.

Fröttmaning – Der nächste Schritt in Richtung erneuerbare Energien: Ab 2020 soll sich eine zweite Windkraftanlage nahe des Fußballstadions drehen – Hallo kennt die Details

Für Autofahrer auf der A9 Richtung München ist es ein gewohntes Bild: Links steht das Windrad der Stadtwerke München (SWM), rechts die Allianz-Arena des FC Bayern. Ab 2020 soll sich eine zweite Windkraftanlage nahe des Fußballstadions drehen.

Die Pläne für ein weiteres Windrad sind nicht neu. Wie SWM-Sprecher Michael Solic bestätigt, liegt eine Baugenehmigung seit 2014 vor. „Derzeit holen wir noch die abfallrechtliche Genehmigung ein“, sagt Solic. Diese ist nötig, weil das Windrad auf einer ehemaligen Mülldeponie errichtet wird. „Die Standfestigkeit muss nachgewiesen werden.“

Solic geht davon aus, dass es mit der abfallrechtlichen Genehmigung keine Probleme gibt. „Dann könnten wir im nächsten Jahr schon mit dem Bau beginnen.“ Derzeit ist eine Inbetriebnahme im Jahr 2020 geplant. Das zweite Rad soll einen 80 Meter hohen Turm und 69 Meter lange Rotorblätter bekommen. Die Gesamthöhe läge damit bei rund 150 Metern. Höher als die knapp 100 Meter hohe bestehende Anlage – und auch leistungsfähiger.

Das alte Windrad konnte mit seiner Leistung von 1,5 Megawatt Strom für 720 Haushalte liefern. Das neue Rad wird 3,5 Megawatt Leistung haben und bis zu 2000 Haushalte mit Strom versorgen können.

Es wird wohl auch die letzte Windkraftanlage in München sein. Laut Solic gibt es nach derzeitigem Stand keine weiteren geeigneten Standorte mehr, an denen ausreichend Wind vorherrscht. „Und wir wollen keine Symbolpolitk betreiben, sondern sinnvolle Energieanlagen errichten.“

Andreas Daschner

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