Schulgebäude für rund 4 000 Schüler

Architekturwettbewerb für neue Bildungseinrichtungen an der Bayernkaserne entschieden

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Das Modell zeigt, wie das Gymnasium (r.) und die Grundschule (l.) am Schulstandort Süd auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne einmal aussehen sollen.

Freimann: So sehen die Zukunfts-Schulen aus.

Auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne sollen nicht nur 4 000 neue Wohnungen sondern auch die Schulen der Zukunft mit innovativem Konzept entstehen. Jetzt steht fest, wie die neuen Schulgebäude für rund 4 000 Schüler aussehen werden.

Den Architekturwettbewerb für den Schulstandort Süd nördlich einer öffentlichen Grünfläche entlang des Helene-Wessel-Bogens haben „Ackermann+Raff Architekten“ und „Glück Landschaftsarchitektur“ gewonnen. Geplant sind ein sechszügiges Gymnasium mit Dreifachsporthalle und Schulschwimmbad sowie eine fünfzügige Grundschule mit Zweifachsporthalle. Auch eine gemeinsame Mensa, eine Tiefgarage, Freizeitsportanlagen, sowie ein Haus für Kinder mit sechs Gruppen sind vorgesehen.

Freibereiche auf den Dächern und Lernateliers

„Bei beiden Schulen werden die Schüler über das Foyer zu einer großzügigen Sitztreppe im Zentrum des Gebäudes geführt“, heißt es im Entwurf der Architekten. Über sie gelangen die Kinder und Jugendlichen zu den anderen Ebenen und den Freibereichen auf den Dächern. Bei den Schulen wird das Münchner Lernhauskonzept umgesetzt: In den Obergeschossen gibt es für die einzelnen Jahrgangsstufen eigenständige Lernateliers. „In der Mitte eines jeden Ateliers befindet sich eine offene Multifunktionsfläche“, so die Vorstellung der Architekten. Es gibt außerdem Terrassenzugänge, damit der Unterricht bei schönem Wetter ins Freie verlegt werden kann. Auch Bewegungsflächen und Sitznischen sind vorgesehen. Die Grundschule soll bis September 2021, das Gymnasium bis September 2022 fertig sein.

Für den nördlichen Standort ist ein fünfgeschössiges Gebäude mit drei Innenhöfen geplant

Beim nördlichen Schulstandort, wo eine fünfzügige Grundschule, ein sonderpädagogisches Förder- und Kompetenzzentrum, zwei Zweifachsporthallen, Freizeitsporthallen, eine Musikschule sowie eine Tiefgarage entstehen, wird ebenfalls das Lernhauskonzept umgesetzt. Hier setzten sich „Arge Spreen-Köhler Architekten“ und „Fischer Heumann Landschaftsarchitekten“ durch. Der Entwurf sieht ein fünfgeschössiges Gebäude mit drei Innenhöfen vor. Die Sporthalle ist im Untergeschoss, die Gemeinschaftsbereiche wie Mensa oder Foyer sind im Erdgeschoss. In den Obergeschossen teilen sich mehrere Klassen zusammen ein sogenanntes „Lernhaus“. „Die Klassenräume orientieren sich zur Mitte, von jedem Zimmer kann man in die Mitte schauen“, erklärt Architekt Jan Spreen. In der Mitte sei eine Gemeinschaftsfläche geplant. Die Schulen sollen im September 2023 eröffnet werden.

cla

Das Wettbewerbsergebnis ist vom Montag, 9., bis Freitag, 20. Oktober, montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr in der Halle des Technischen Rathauses, Friedenstraße 40, zu sehen.

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