Der erste Maibaum war olympisch

Fortsetzung einer alten Tradition in der Mitelschule an der Situlistraße

Teamwork beim Scheppsen des Maibaums: Hausmeister Wolfgang Kegel und Schüler Bernhard Grundke bei der Arbeit.
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Teamwork beim Scheppsen des Maibaums: Hausmeister Wolfgang Kegel und Schüler Bernhard Grundke bei der Arbeit.

Freimann: Zum Sommerfest in der Mittelschule an der Situlistraße wird heuer eine alte Tradition fortgesetzt.

Es ist eine lange Geschichte zwischen der Mittelschule an der Situlistraße und den Maibäumen. Dieses Jahr wird am 6. Mai ein 18 Meter hohes Exemplar aufgestellt, im Rahmen eines bayerischen Maifestes von 10 bis 13 Uhr. Freimanner Bürger sind dazu herzlich eingeladen. Für das große Fest wurde er von Schülern, Lehrern und Hausmeister Wolfgang Kegel in althergebrachter Art gescheppst und bemalt. Wie es sich für einen echten Baum gehört. Dabei war der erste Maibaum der Schule gar keiner.

1979 wurde zum 50-jährigen Jubiläum der Schule eine zwölf Meter lange Fahnenstange aufgestellt, die noch von den Olympischen Spielen übriggeblieben war. Die Stadtverwaltung überließ sie der Schule kostenlos – allerdings per Selbstabholung. Gut, dass der damalige Verwalter von Großlappen mit einem Traktor aushelfen konnte. Aufgestellt wurde der „Baum“ dann von Hand mit Stangen durch Lehrer und Väter von Schülern (kl. Bild). 

Erst 1993 gab es einen Nachfolger: ein richtiger, von einem Förster ausgesuchter Baum von 16 Metern. Auch zwölf Alu-Schilder wurden in liebevoller Kleinarbeit gefertigt. Fünf Jahre später wurde der Baum allerdings von einem Sturm umgeworfen, wobei auch die Tafeln beschädigt wurden. Nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was 2004 passieren sollte: Wahrscheinlich war es ein ehemaliger Schüler, der den Maibaum damals in einer Nacht- und Nebelaktion umwarf und dabei völlig zertrümmerte.

50 Stunden mussten damals investiert werden, um die stark in Mitleidenschaft gezogenen Schilder wieder auf Vordermann zu bringen. Der Lohn der Arbeit: Sie werden auch heuer wieder am Maibaum zu sehen sein.

Traditionelle bayerische Böllerschützen, Goaßlschnalzer und Schuhplattler sind auch dabei. Und ein Biergarten fehlt natürlich auch nicht. Für die Kinder gibt es Baumstammnageln, Bücherflohmarkt sowie ein Stand der Schülerfirma „Pimp my Shirt“. In der Aula wird eine Diashow über die Historie des Maifestes an der Situlischule gezeigt. Anekdoten gibt es ja genug. mh

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