Feldmochings einsamster Ort

Der Walter-Sedlmayr-Platz, der im Norden von einer Mauer begrenzt wird, ist riesig – und wirkt wenig einladend. Deshalb fordern die Stadträte Heide Rieke und Dr. Reinhard Bauer eine Umgestaltung des Areals. Foto: Bitterer

Bürger nehmen Walter-Sedlmayr-Platz nicht an – Stadträte fordern Umgestaltung Feldmoching

Er wirkt einsam, wenig einladend – und die Bürger nehmen ihn auch nicht an: Der Walter-Sedlmayr-Platz in Feldmoching ist wahrleich kein Ort, an dem man gerne verweilt. Seit Jahren gibt es immer wieder Anfragen von Bürgern, ob und wie das Areal schöner gestaltet werden könnte. Eine Idee haben jetzt die Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion. In einem Antrag fordern Dr. Reinhard Bauer, Heide Rieke und Alexander Reissl eine Umgestaltung des Platzes – mit einfachen und verhältnismäßig kostengünstigen Mitteln. Der Platz müsse dringend an Aufenthaltsqualität gewinnen, meint Heide Rieke. Vor allem die riesige Mauer sei eine Fehlplanung: „Sie schottet ab.“ Auf der anderen Straßenseite würden sich die Bürger im Eiscafé tummeln – doch den Weg an der Mauer vorbei auf den Platz suche kaum jemand. Die Fläche sei auch einfach zu groß für die niedrige Bebauung, meint Dr. Reinhard Bauer. Die Stadträte schlagen deshalb vor, zum einen die Mauer abzutragen oder zu den Bahngleisen hin zu versetzen. Zum anderen sollten Bäume gepflanzt und Grünflächen angelegt werden. „Über eine größere Veränderung muss wahrscheinlich mit den Erben des verstorbenen Künstlers und somit Urheberrechtsinhabers verhandelt werden“, sagt Reinhard Bauer. Dass der verstorbene Künstler Ludger Gerdes 2003 bei der Gestaltung des Walter-Sedlmayr-Platzes bestimmt nur die besten Absichten gehegt habe, sei sicher, meint Heide Rieke. „Aber er wollte bestimmt auch, dass sein Platz genutzt wird“, sagt sie. Die nach Norden hin abschließedende Mauer und die Größe der leeren Fläche seien allerdings schon von Anfang an bei den Bürgern auf Ablehnung gestoßen, merkt sie an. Daher hätte schon viel früher etwas an der Gestaltung verändert werden müssen. Über den Antrag entscheidet der Stadtrat im Februar. bit

Auch interessant:

Meistgelesen

Mehr als 70 Fahrzeuge – Polizei beendet Hochzeitskorso
Mehr als 70 Fahrzeuge – Polizei beendet Hochzeitskorso
Technik hält Einzug in den Münchner Kindergärten – mit konkretem und praktischem Nutzen
Technik hält Einzug in den Münchner Kindergärten – mit konkretem und praktischem Nutzen
Nach Eggarten und Lerchenauer Feld: Viertel soll weiter wachsen
Nach Eggarten und Lerchenauer Feld: Viertel soll weiter wachsen
Mama-Ramadama: Zehnjähriger will Norden mit neuer Initiative von Müll befreien
Mama-Ramadama: Zehnjähriger will Norden mit neuer Initiative von Müll befreien

Kommentare