Neues Stellwerk in Feldmoching

Angst vor mehr Güterverkehr-Lärm

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Täglich 49 Züge sieht der Bundeswegeplan für die Feldmochinger Kurve bis 2025 vor.

Die Deutsche Bahn will ein Stellwerk bauen, um die Feldmochinger Kurve zu reaktivieren.

„Das Jahr 2017 beginnt mit einer Hiobsbotschaft für die lärmgeplagten Anwohner des Güterzuggleises durch die Lerchenau und Feldmoching“, erklärte Stefanie Bartle vom „Aktionskreis contra Bahnlärm München Nord“. Sie ist geschockt von den neuen Plänen der Deutschen Bahn, die Feldmochinger Kurve für den Güterverkehr zu reaktivieren – ohne neues Planfeststellungsverfahren und ohne zusätzlichen Lärmschutz.

Die Bahn sieht sich nicht nur im Recht, sondern sogar in der Pflicht, die Feldmochinger Kurve zu reaktivieren, nachdem ein elektronisches Stellwerk gebaut wird. „Das ist im Bundeswegeplan so vorgesehen, und uns fehlen dafür neben dem Stellwerk nur 15 Meter Gleis. Es macht ökologisch und ökonomisch keinen Sinn, den kompletten Güterverkehr weiterhin zum Rangierbahnhof Nord zu leiten und ihn dort wenden zu lassen“, erklärte Deutsche-Bahn-Sprecher Bernd Honerkamp. Wie viele Züge dann (frühestens ab 2021) wirklich über die Feldmochinger Kurve fahren werden, kann er seriös derzeit nach eigener Auskunft nicht abschätzen. Für die Anwohner werden es jedenfalls zu viele sein, fürchtet der Aktionskreis. „Wir sind alle hierher gezogen im Vertrauen, dass es sich um ein nahezu stillgelegtes Gleis handelt. Ich verstehe nicht, dass die Stadt München massenhaft neue Wohngebiete ausweist entlang dieser bis vor wenigen Jahren kaum befahrenen Bahnstrecke ohne jeden Lärmschutz – sich dann aber für nicht zuständig erklärt, wenn die Zugzahlen massiv steigen“, sagte Bartle. Der Stadtrat will sich in der Sitzung am 1. Februar mit den neuen Entwicklungen befassen.
mh

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