Rechtswidrige Namensgebung?

Feldmoching: BA verärgert über Benennung der Straßen im Quartier an der Hochmuttinger Straße - Stadt München weist Vorwürfe zurück

An der Hochmuttinger Straße in Feldmoching beginnen 2021 die Bauarbeiten. Dass die Stadt München nun die Namen der neuen Straßen im Quartier beschlossen hat, ärgert den örtlichen BA.
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An der Hochmuttinger Straße in Feldmoching beginnen 2021 die Bauarbeiten. Dass die Stadt München nun die Namen der neuen Straßen im Quartier beschlossen hat, ärgert den örtlichen BA.
  • Benedikt Strobach
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Die Stadt München hat die Namen der Straßen im neuen Wohnquartier an der Hochmuttinger Straße in Feldmoching beschlossen. Der BA reagiert darauf verärgert.

  • An der Hochmuttinger Straße entsteht ein neues Wohnquartier in München.
  • Kürzlich hat die Stadt die Namen der neuen Straßen beschlossen.
  • Der BA Feldmoching-Hasenbergl reagiert verärgert über die Auswahl und fordert Umbenennungen.

Feldmoching - 600 neue Wohnungen für über 1400 Menschen – das Quartier an der Hochmuttinger Straße ist eines der großen Bauvorhaben in Feldmoching. Dieses Jahr beginnen dort die Arbeiten.

Feldmoching: Stadt beschließt Namen der Straßen im Quartier an der Hochmuttinger Straße - BA möchte Flurnamen verwenden

Auch die Namen der Straßen im Quartier hat die Stadt kürzlich festgelegt. Unter anderem erhalten Erika Fuchs und Ludwig Beck eine Ehrung durch die Benennung. Das verärgert jedoch den BA. „Wir haben im November vorgeschlagen, die Straßen nach Personen aus Feldmoching zu benennen“, erklärt der Vorsitzende, Rainer Großmann (CSU). „Sollte das nicht möglich sein, hatten wir gefordert, die Straßen mit Flurnamen zu benennen.“ Hierbei hätte der BA Entscheidungsrecht.

Dass der Kommunalausschuss des Stadtrats nun aber diese Forderungen nicht berücksichtigte, stößt den Lokalpolitikern auf. „Es kann nicht sein, dass die Stadt bei einer permanenten Sache wie der Benennung von Straßen uns eine Liste mit Namen ohne jeden Ortsbezug vorlegt“, ärgerte sich Maximilian Bauer (München-Liste). Markus Auerbach (SPD) sprach sogar von Rechtswidrigkeit, weil der BA im November gefordert hatte, selbst entscheiden zu dürfen.

Daher beschloss das Gremium einstimmig, die Namen der Stadt abzulehnen und sein Entscheidungsrecht erneut einzufordern. Auch konkrete Vorschläge nennt der BA: Holzwegbogen, Schwaigfeldweg, Unterfasangartenweg und Unterfeldweg. Erarbeitet hat diese Reinhard Bauer (SPD). Er erklärt: „Die Namen sind historisch, ortsbezogen und unverwechselbar.“ Feldmoching habe eine starke historische Tradition, welche zumindest durch die Benennung der Straßen nach Fluren weiterleben soll.

Dr. Reinhard Bauer, BA-Mitglied in Feldmoching-Hasenbergl und Geschäftsführer des Verbands für Orts- und Flurnamenforschung in Bayern e.V.

Auf Hallo-Nachfrage weist Maren Kowitz, Sprecherin des Kommunalreferats, die Vorwürfe zurück: „Die Benennungsvorschläge entsprechen der Prioritätenliste des Stadtrates. Die Straßenbenennung nach Personen ist aufgrund des wichtigen, überörtlichen Charakters Gemeindesache, nicht Sache der Bezirksausschüsse.“ Der BA habe daher zwar ein Anhörungs-, aber kein Entscheidungsrecht bei diesen Benennungen. Die Vorschläge seien zudem final: „Die Namen wurden im Ältestenrat vorberaten und im Kommunalausschuss einstimmig beschlossen und sind somit festgelegt“, so Kowitz.

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