Güterzug in München entgleist

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Hühner gerissen

Fuchs jagt in der Stadt

FASANERIE Einige Anwohner am Fasaneriesee sind verärgert: Ein Wildtier hat mitten im Wohngebiet zahlreiche Hühner gerissen...

Seit seiner Geburt lebt Sebastian Bihler (78, Foto) an der Gutmannstraße in der Fasanerie, seit vielen Jahren hält er Hühner im Garten – doch das hat er noch nicht erlebt: Ein Fuchs hat eine Henne und einen Gockel gerissen, beim Nachbarn ein paar Häuser weiter hat das Viech gleich zehn Vögel erwischt. „Um sechs Uhr morgens ist es losgegangen: Die Hühner haben geschrien, und als wir rausgelaufen sind, lagen zwei tot im Garten“, erzählt Bihler. Bislang hätte sich noch nie ein Fuchs bis an den Stall getraut, schließlich leben die Bihlers mitten in einem Wohngebiet. Über Nacht sind die Hühner im Schlag eingesperrt, doch das Tor öffnet sich automatisch um sechs Uhr morgens. „Der Fuchs war schlau, der hat wohl gewartet, bis das Tor aufging“, sagt Bihlers Frau Maria (76).

Auch wenn der Räuber zum ersten Mal bei den Bihlers zugeschlagen hat – Füchse sind in der Landeshauptstadt keine Seltenheit. Die Jagdbehörde im Kreisverwaltungsreferat (KVR) schätzt ihre Zahl auf 3000 bis 4000. „Damit gibt es innerhalb der Stadtgrenzen deutlich mehr Füchse als in den benachbarten Wäldern“, sagt Alexander Kummerow, zuständiger Bearbeiter im Bereich Wildtiere. Die Füchse genießen das Klima und das reichhaltige Nahrungsangebot – sie werden zum Teil von Menschen gefüttert. Besonders wohl fühlen sie sich in Parks und Kleingärten, erklärt Kummerow.

Viel ausrichten können die Bihlers und ihre Nachbarn derzeit nicht: Der Fuchs hat noch bis Mitte Juni Schonzeit, da er irgendwo Jungtiere aufziehen könnte. Und auch danach darf das Ehepaar nicht alleine tätig werden: Würden sie eine Falle aufstellen, machten sie sich strafbar – selbst wenn es eine Lebendfalle wäre. „Das dürfen nur Jäger, die eine Erlaubnis von uns haben“, sagt Kummerow. Nur acht Münchner seien derzeit zur Fuchsjagd berechtigt.

Aber: Während nur ausgewählte Leute dem Fuchs den Garaus machen dürfen, ist das Jagdrecht selbst an Grund und Boden gebunden. Das heißt: Grundstückseigentümer, die den Fuchs weghaben wollen, müssen die Jagd selbst veranlassen – und dann auch dafür bezahlen. „Das kann bis in den mittleren dreistelligen Bereich gehen“, sagt Kummerow. Auch wenn es Sebastian und Maria Bihler nicht gefällt, sie müssen ihren Hühnern erst einmal den Freilauf verwehren. Denn der Fuchs ist auch für Menschen nicht ganz ungefährlich: Über Haustiere kann er Krankheiten wie den Fuchsbandwurm übertragen. „Das hätt’ uns grad noch gefehlt“, sagt Sebastian Bihler. ist

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