Münchens Eishockey-Stars überraschen mit deutlicher Aussage

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Riesiger Schaden durch Dachstuhlbrand

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Jagd auf Müllsünder

Lerchenauer See: Areal ertrinkt im Party-Müll – Stadt verstärkt Kontrollen

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Die Spitze des Eisbergs: die Überreste eine abgefackelten Containers am Morgen danach.

Wilde Feuerstellen, dicke Rauchschwaden, vermüllte Wiesen: Von idyllischer Erholung kann an – und vor allem nach – schönen Tagen am Lerchenauer See keine Rede sein. Das soll sich jetzt ändern.

Update: 17. Juli – Hallo-Berichte über Ekel-Alarm am See zeigen Wirkung

Lerchenau – Jetzt geht es den Schmutzfinken an den Kragen! Nachdem Hallo über untragbare Zustände am Lerchenauer See berichtet hat, (siehe unten) kommt Bewegung in die Sache: Als Sofort-Maßnahme patrouilliert dort neuerdings ein Sicherheitsdienst an heißen Tagen.

Dem waren Beschwerden von Anwohnern vorausgegangen, wonach größere Personengruppen nahe eines Waldstücks illegal grillen und Berge von Plastikmüll hinterlassen. Doch damit nicht genug: Sie verrichten dort auch ihre Notdurft – und das alles nur einen Steinwurf von einem privaten Grundstück entfernt. Daraufhin hat sich die Bezirkspolitik eingeschaltet (siehe unten). 

„Hier herrscht ganz klar Handlungsbedarf“, resümierte der BA-Vorsitzende Markus Auerbach (SPD) nach einem Vorort-Termin.

„Ich bin erleichtert, dass unser Anliegen Gehör gefunden hat“, freut sich der betroffene Anwohner Bernhard Averbeck-Kellner. Mittlerweile sind an Sonnentagen dort auch regelmäßig Reinigungskräfte unterwegs, wie das Baureferat informiert. Für die Badegäste wurden vier mobile Toilettenhäuschen aufgestellt. 

Weil die zugesagten Grillkohlebehälter eigens angefertigt werden müssen, können Sie erst zum Beginn der Sommerferien bereitgestellt werden.

hm

Update: 1. Juni 2019 – Gebühren als Lösung?

Lerchenau – Lange Zeit fehlte vom Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl ein offizielles Statement zu den massiven Anwohner-Beschwerden der vergangenen Wochen in Sachen Lerchenauer See (siehe unten). Wilde Feuerstellen, vermüllte und als Toiletten missbrauchte Wäldchen sowie zu wenige Abfallbehälter wurden unter anderem kritisiert. Jetzt hat sich auch BA-Chef Markus Auerbach (SPD) exklusiv gegenüber Hallo zur Thematik geäußert.

Viele genießen den Lerchenauer See mit Anstand – schwarze Schafe gibt es aber immer.

Bezirksausschuss meldet sich in Causa See-Verschmutzung zu Wort

Wie schlimm die Situation an und nach schönen Tagen vor Ort sei, sei ihm bisher nicht bewusst gewesen. Es seien in der Vergangenheit so gut wie keine Beschwerden an den BA gerichtet worden. Um auf die Anwohner zuzugehen, denen teilweise direkt vor ihre Gartentore gekotet wird, versprach er, sich beim Gartenbaureferat für eine Sonderreinigung stark zu machen. Auch, ob eventuell mobile Toiletten aufgestellt werden könnten, wolle er nochmal abfragen.

Ansonsten sei der See in Sachen Mülleimer und Co. aber gut ausgestattet. „Das Wäldchen einzuzäunen ist ja auch keine Option, oder wollen Sie auf einer eingezäunten Wiese liegen“, fragte er plakativ. Langfristig könne vielleicht geprüft werden, ob man einem externen Unternehmen erlaube, Gebühren für die Parkplätze zu verlangen, das sich dann im Gegenzug um eine tägliche Reinigung der Grünflächen kümmere.

Marco Litzlbauer

Update: 08. Mai 2019 – Keine Unterstützung vonseiten des BA

Lerchenau – Rauch, Müll, Glutnester und Exkremente – die Zustände am Lerchenauer See (siehe unten) beschäftigen nun sogar die Stadtratsfraktionen. Dafür hat Anwohner Bernhard Averbeck-Kellner jetzt gesorgt, der diese in einer Brandmail auf die katastrophalen Zustände nach Schönwetter-Tagen hingewiesen hat. 

Was ihn neben der Situation am See am meisten ärgert: „Wir Anwohner fühlen uns absolut im Stich gelassen. Seit rund neun Jahren versuche ich, in dieser Sache Unterstützung zu erhalten, habe mich mehrfach an den Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl gewandt. Unterstützung – oder auch nur eine konkrete Antwort – blieben aber bis heute aus.“

Dabei hat der 49-Jährige gute Argumente. Diverse Fotos (siehe unten) dokumentieren, wie sehr das kleine Wäldchen zwischen seinem Garten und der Grillzone als Toilette missbraucht wird – teilweise direkt vor seinem Gartentor. Viele dutzend Stellen verbrannter Erde zeigen, wo Feuer entfacht oder glühende Kohle entsorgt wurde. Fast immer direkt an Bäumen oder unter Gebüsch. 

Unter Bäumen entsorgte Glut, völlig verkotete Bereiche und überfüllte Mülltonnen – Anwohner Bernhard Averbeck-Kellner fühlt sich von offizieller Seite im Stich gelassen.

„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis hier ein Feuer ausbricht. Ich hoffe, dass dann die entsprechenden Behörden, die bisher untätig waren, in die Verantwortung genommen werden.“ Aktuell legt der Anwohner selbst Hand an – sammelt immer wieder den Müll aus dem Wäldchen.

„Ich bin wahrlich kein Spießer, aber die Zustände sind selbst mit größter Toleranz nicht mehr auszuhalten.“ Seine Vorschläge: „Es funktioniert wohl nur über regelmäßige Kontrollen und Bußgelder.“ Außerdem könnte man die Grillzone etwas nach Westen verlegen. Aus der Senke, so hofft der Anwohner, ziehe der Rauch nicht mehr in dicken Schwaden zu den Häusern. Außerdem fordert er Glut-Con­tainer, mehr Mülleimer und mobile Toiletten im Bereich der Grillzone.

Baureferat verspricht erste Maßnahmen

Aktuell gibt es am gesamten See laut Baureferat acht Müllcontainer mit einem Kubikmeter Fassungsvermögen, 22 Abfallbehälter mit je 100 Litern und 17 Behälter mit je 30 Litern Fassungsvermögen. Die gute Nachricht: „Grillkohlebehälter sind bereits bestellt“, verspricht Sprecherin Dagmar Rümenapf auf Hallo-Anfrage. 

Auch in Sachen Toiletten zeigt man sich gesprächsbereit: „Sofern weiterer Bedarf für mobile Toiletten besteht, können kurzfristig weitere Kabinen aufgestellt werden.“

Diesen Bedarf sieht Averbeck-Kellner eindeutig – und widerspricht der Aussage Rümenapfs, dass auch die Waldfläche laufend kontrolliert und durch ein beauftragtes Unternehmen gereinigt werde. Aufgrund des Mülls – und trotz seiner eigenen Säuberungsaktionen – habe er heuer sogar erstmals Ratten im Wäldchen entdeckt.

Kurios: Trotz wiederholter Nachfrage hat sich der zuständige BA auch gegenüber Hallo nicht zu den aktuellen Vorwürfen geäußert. Averbeck-Kellner ist jedenfalls mittlerweile so weit, dass er sich über die aktuellen Regentage freut.

Marco Litzlbauer

Impressionen der Müllflut am Lerchenauer See

Anwohner Bernhard Averbeck-Kellner fühlt sich von offizieller Seite im Stich gelassen – und hat Hallo gezeigt, welches Ausmaß die Müllflut mittlerweile angenommen hat.

Lerchenauer See: Anwohner mit der Sauerei alleine gelassen

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Update: 06.05.2019 – „Bußgelder!“ – das sagen Hallo-Leser

So äußern sich unsere Facebook-Nutzer zur Berichterstattung zum Lerchenauer See in der vergangenen Woche:

  • Anna Hanrieder: „Schon seit Jahren bekannt und trotzdem wird nicht massiv durchgegriffen. Auch an der Isar, Englischer Garten und an allen Badeseen! Wie bereits erwähnt braucht es Bußgelder, die richtig weh tun.“
  • Claudia Cane: „In den 80-ern haben wir über die Italiener gelacht, die ihren Müll wärend dem Autofahren aus dem Fenster geworfen haben. Mittlerweile ist das der Standard bei den jungen Leuten. Zum Heulen.“
  • Edith Ludwig: „Was in dem Bericht steht, kann man 1:1 auch für den Flaucher schreiben. Man braucht an sonnigen Wochenenden und im Sommer auch unter der Woche nicht mehr dort spazieren gehen oder radeln, weil man vor lauter Lärm und Grillqualm keine Freude daran hat. Brennende Müllcontainer kenne ich von dort auch.“

Erstmeldung: 03.05.2019

Lerchenau – „Die Wiesen am Lerchenauer See gleichen nach sonnigen Wochenenden einer Abfallhalde“, fasst es Anwohner Peter Tausch zusammen. Dieses seit längerem bestehende Problem habe in jüngster Vergangenheit ganz neue Dimensionen angenommen: Es werde am ganzen See gegrillt, offene Feuer auch außerhalb der dafür vorgesehenen Stellen angezündet. „Die Rauchschwaden und der Grillgestank vernebeln die Wege – es schmerzt richtig in der Lunge“, berichtet Tausch. „Sonntags gehen wir mittlerweile gar nicht mehr am See spazieren.“

Er und seine Frau wohnen seit 51 Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft zum See. Früher hätten sie dieses Idyll jeden Tag für ausgiebige Spaziergänge genutzt. Das ist heute anders: „Grillasche und Unrat werden einfach in die Wiese geworfen. Vor allem an der Südseite entstehen zudem ständig neue offene Feuerstellen“, berichtet Tausch. „Uns blutet das Herz.“

Jüngst ist sogar einer der großen Müllcontainer in Flammen aufgegangen. Ob mutwillig angezündet oder durch das Einfüllen heißer Asche ist nicht bekannt. Dabei handle es sich aber um einen Einzelfall, erklärt Dagmar Rümenapf vom Baureferat auf Hallo-Nachfrage. Der Container wurde innerhalb kürzester Zeit ersetzt, der Ärger aber bleibt. Das Ehepaar Tausch fordert: „Es sollten öfter Kontrollgänge gemacht werden. Wenn möglich auch in den Abendstunden.“

Kontrolliert wird – wie an den anderen Badeseen auch – durch ein externes Bewachungsunternehmen. „Deren Personal kontrolliert seit den Osterfeiertagen bis Ende September jeweils freitags bis sonntags, feiertags und an Tagen vor Feiertagen mit geeignetem Grillwetter von 10 bis 24 Uhr“, so Rümenapf. Bei Bedarf werde sogar bis 2 Uhr kontrolliert. Im Vergleich zu den anderen Badeseen der Stadt sei der Lerchenauer See aber hinsichtlich Besucher- und Abfallaufkommen nicht auffällig.

Das schränkt Bezirksausschuss (BA)-Chef Markus Auerbach (SPD) auf Hallo-Anfrage etwas ein. Zwar ist auch ihm der Ärger über die große Zahl der Griller und der damit verbundenen Belästigungen neu, aber: „Es gab schon Probleme mit dem Müll – und dem Füttern von Wildvögeln.“ Er verspricht: „Die Mitglieder des BA werden auch in der kommenden Saison ein Auge auf die Münchner Grünanlagen haben.“

Ein generelles Grillverbot scheint indes nicht im Raum zu stehen. „Dafür müsste eine Änderung der Grünanlagensatzung durch den Stadtrat erfolgen. Nach unserem Kenntnisstand ist ein derartiges Verbot aber nicht geplant“, sagt Rümenapf. Auch Auerbach belässt es bei einem Appell: „Wenn Sie Ihren Badeplatz so verlassen, wie Sie sich wünschen, ihn vorzufinden, haben Sie bestimmt jemandem eine Freude bereitet.“

Marco Litzlbauer

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