Wut und Frustration in der Kleingartensiedlung

Eggarten: Notwendige Fällung oder mutwillige Zerstörung?

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In der Rehstraße wurden kürzlich massive Baumfällungen vorgenommen – zum Ärger von Anwohnern und Bezirksausschuss.

Lerchenau – Die geplante Bebauung des Eggartens ist ein Dauerbrenner im örtlichen Bezirksausschuss – Dieser kritisiert jetzt massive Fällungen an der Rehstraße und fordert Auskunft von der Stadt

Es war (mal wieder) das vorherrschende Thema im Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl: die Eggarten-Siedlung und deren geplante Bebauung (Hallo berichtete). Diesmal die Baumfällungen in der Rehstraße 14 der jüngsten Zeit. 

„Gegen diese hatten wir uns auch im BA ausgesprochen“, betonte Dr. Rainer Großmann, der stellvertretende BA-Vorsitzende. „Die Untere Naturschutzbehörde sagt, das sei genehmigt mit der Begründung, es handle sich um Gefahrenbäume, das könne man aus Bildern sehen. Dort sei der Borkenkäfer gewesen.“ Doch der BA zweifelt, ob die Untere Naturschutzbehörde sich tatsächlich selbst ein Bild vor Ort gemacht hat.

Das Gremium wolle jetzt eine Auskunft anfordern, was die Stadt in Zukunft mit der Siedlung macht, um den Natur- und Pflanzenschutz zu gewährleisten – und konkret, um die wichtigen Tiere, die dort leben, zu erhalten.

„Wir fürchten, dass in den kommenden Wochen die Baumfällungen weitergehen, damit ein Stück des Eggartens unwiederbringlich zerstört wird“, so Martin Schreck von den Altstadtfreunden, der sich für den Erhalt der Siedlung engagiert. „Wir geben nicht auf, aber wir haben Angst, dass uns die Zeit davonläuft.“ Zu konkreten Gesprächen der Initiative will Schreck sich nicht äußern.

Der BA wartet indes immer noch auf das Strukturkonzept der Stadt. „Wir hatten dafür bereits einen Termin, doch der wurde abgesagt“, so Großmann. „Doch wir wollen mit ihnen zusammenarbeiten und schauen, was als Ausgleichsmaßnahmen und Kompensation vorgesehen ist.“

Manuela Praxl-Langer

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