„So was Schönes gibt’s nie wieder“

Eggarten: Der Kampf geht weiter

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Sommerlich-saftiges Grün, eine liebevolle Bepflanzung und alte romantische Bauten: Werden die Altstadtfreunde die Idylle erhalten können?

Lerchenau – Heute noch zieren historische kleine Bauten und idyllisch bepflanzte Gärten den Bereich – Aber die Idylle ist in Gefahr – Doch diese Bürger wollen sich noch nicht geschlagen geben

Die Altstadtfreunde wollen den Eggarten keinesfalls aufgeben.

Der Kampf um den Erhalt des Eggartens geht weiter (Hallo berichtete), aktuell besteht noch kein Baurecht. Martin Schreck von den Altstadtfreunden hat ein Rendezvous der besonderen Art am Valentinstag im Rathaus mit Stadträtin Heide Rieke (SPD) vereinbart. Vielleicht ist das Datum ein gutes Omen für die Freunde der Siedlung. Mit zehn Mitkämpfern will er der Sprecherin im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung ein Konzept zur Erhaltung des Eggartens vorstellen: „Das muss eine Punktlandung werden“, erläutert der unermüdliche Streiter für die kleine Oase inmitten der Großstadt. Das Konzept soll Möglichkeiten aufzeigen, den „historischen Fußabdruck von vor dem Zweiten Weltkrieg“ wieder zum Leben zu erwecken. „Stadtplanung ohne Bürger geht einfach nicht. Wir wollen erreichen, dass der Stadtrat, das Planungsreferat, die Eigentümer CA Immo und die Büschl-Gruppe sich mit uns an einen Tisch setzen.“

Die Zeit drängt, einige Häuser sind nicht bewohnt und das tut der Substanz nicht gut. „Man kann Oltimer wegschmeißen, oder pflegen, dann sind sie eine wahre Freude“, vergleicht Schreck altgediente Autos mit dem kleinen Stück Idylle. Die Siedlergenossenschaft feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag und hat sich seither in ihrer Optik kaum verändert. Auf dem Gelände scheint die Zeit stehengeblieben: „Sogar der Klang der Kieswege erinnert mich an meine Kindheit, als noch nicht alles geteert war und so viele Frösche, wie hier quaken, hört man kaum auf dem Land“, meint Martin Schreck und kritisiert: „Die wollen hier bauen für Menschen, die hier noch nicht wohnen und wir, die hier leben, zählen nicht“.

Manuela Praxl-Langer

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