Koalitionsvertrag deutete es schon an

Antrag im Stadtrat: Kommt in Feldmoching statt KOSMO doch wieder die SEM?

Rund 900 Hektar (bis auf Feldmochings Ortskern) wären im Stadtteil von den Untersuchungen zur SEM betroffen.
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Rund 900 Hektar (bis auf Feldmochings Ortskern) wären im Stadtteil von den Untersuchungen zur SEM betroffen.

Die grün-rote Koalition will die Planung zur Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) in Feldmoching vorantreiben – und erste Gespräche ab Herbst führen.

  • Die grün-rote Koalition will die Planung zur Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) in Feldmoching vorantreiben
  • Dazu wurde nun ein Antrag im Stadtrat gestellt
  • Ab Herbst möchte man sich in Gespräche begeben

Feldmoching – Enteignung war das Schlagwort, das viele Grundeigentümer in Feldmoching mit der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) in Verbindung brachten. Nach massiven Protesten in der Bevölkerung wurde die Maßnahme, mit der die Stadt 900 Hektar in Feldmoching städtebaulich überplanen wollte, gekippt und KOSMO genannt.

SEM in Feldmoching: Antrag im Stadtrat - SEM-Instrumente nötig für bezahlbaren Wohnraum

Jetzt ist sie wieder da. Die Stadtrats-Fraktionen Grüne/Rosa Liste und SPD/Volt haben nun einen Antrag formuliert. Demnach soll das Planungsreferat einen Beschluss vorlegen, mit dem vorbereitende Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme eingeleitet werden.

„Mittlerweile ist es auch für die Mittelschicht sehr schwer geworden, bezahlbare Wohnungen in München zu finden“, betont Anna Hanusch, Fraktionsvorsitzende der Grünen.

„Nur eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme gibt der Stadt die Instrumente, neue Stadtviertel aus einem Guss zu planen und dort für ein Höchstmaß an dauerhaft bezahlbarem Wohnraum zu sorgen.“

Gleichzeitig könne so aus den Gewinnen der zu erwartenden Bodenwertsteigerungen auch ein Großteil der neuen Infrastruktur finanziert werden.

SEM in Feldmoching: Kooperativer Ansatz - Eigentümer überzeugen und Gegnern entgegenkommen

Der Ansatz soll aber kooperativ verfolgt werden: „Die Öffentlichkeit und die verschiedenen Zielgruppen wollen wir entsprechend beteiligen“, so Paul Bickelbacher (Grüne). Der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Müller ergänzt: „Wir möchten die Eigentümer überzeugen, dass ein gemeinsamer Weg möglich ist.“

Für das Foto einmal kurz ohne Maske: die Planungsverantwortlichen der grün-roten Koalition (v.l.), Christian Müller, Simone Burger, Paul Bickelbacher und Anna Hanusch.

Auch bisherigen Gegnern, die eine Bebauung ablehnten, weil sie um die Natur fürchteten, will man entgegenkommen: „Wir möchten kompakt und hoch bauen, um möglichst viel Platz für weitere Grünflächen zu schaffen“, so Müller.

SEM in Feldmoching: Ab Herbst erste Gespräche - Bei gutem Verlauf erste Bebauungspläne in zehn Jahren

Wenn der Antrag im Stadtrat bewilligt wird, werde man sich im Herbst auch vor Ort mit den Betroffenen treffen, um Fragen zu klären, so Simone Burger (SPD). Dass es ein langer Weg wird, ist ihnen allen klar: Bei gutem Verlauf sollen in zehn Jahren die ersten Flächen so verfügbar sein, dass erste Bebauungspläne aufgestellt werden können.

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