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SEM – der letzte Stand

Bauland im Norden: Diese Entwicklungen sind neu

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Der rot umrandete Bereich ist das Untersuchungsgebiet für die kooperative Stadtentwicklung. Ausgenommen ist in der Mitte der Ortskern von Feldmoching.

Feldmoching – München wächst ständig – auch im Norden. Nachdem die SEM im letzten Jahr gekippt wurde, fordert ein Stadtratsbeschluss eine Studie im Baugebiet – jedoch nicht ohne Gegenwind

„KOSMO“ heißt das Stichwort, auf das der Stadtrat jetzt im Münchner Norden setzt. Die Stadt plant, zwischen Feldmoching, Ludwigsfeld und Fasanerie-Nord auf einem rund 900 Hektar großes Gebiet Bauland zu schaffen. Ursprünglich sollte dort eine so genannte städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) verwirklicht werden. Nach großen Protesten von Grundeigentümern und Landwirten, die Enteignungen befürchteten und Angst um ihre Existenzen hatten, ist der Stadtrat inzwischen jedoch von der SEM abgekommen (Hallo berichtete). Stattdessen soll ein „Kooperatives Stadtentwicklungsmodell für Feldmoching-Ludwigsfeld“ (KOSMO) umgesetzt werden.

Dafür ist jetzt ein weiterer Schritt getan. Der Planungsausschuss des Stadtrates hat vergangene Woche 3,63 Millionen Euro für die Untersuchung dieses Modells bewilligt. Das Planungsreferat wird jetzt eine Machbarkeitsstudie erstellen, in der die Kriterien und Rahmenbedingungen für die Erweiterung untersucht werden. Unter anderem soll es auch um die verkehrliche Erschließung des Neubaugebietes gehen. Diese Studie wird voraussichtlich im Jahr 2023 dem Stadtrat vorgelegt.

Entscheidet sich dieser dann dafür, das Projekt weiter zu verfolgen, würden in den Jahren 2024 bis 2029 die Planungen konkretisiert werden. Außerdem soll es in diesem Zeitraum mit den Grundstückseigentümern „verbindliche Verhandlungen zur freiwilligen Teilnahme an einer Siedlungsentwicklung“ geben. Ab 2030 könnte die planerische und bauliche Umsetzung mit Bauleitplanung und Planfeststellungsverfahren erfolgen.

Dieses Vorgehen war im Stadtrat nicht unumstritten: Während die Koalition aus CSU und SPD dem Verwaltungsentwurf zustimmte, entschied sich unter anderem die Fraktion „Die Grünen - rosa Liste“ dagegen. Sie hatte gefordert, dass auch ein Stadtentwicklung mit einer SEM untersucht wird und die beiden Varianten einander gegenübergestellt werden.

Bereits einige Schritte weiter als im Norden ist die geplante SEM im Münchner Nordosten. Dort läuft das Verfahren schon seit mehr als zehn Jahren, der Stadtrat hat im Februar einen Ideenwettbewerb beschlossen. Doch der Widerstand ist ebenfalls groß. Es gibt Spekulationen, dass die Gegner sogar bei der Stadtratswahl antreten. 

Josef Glasl, Pressesprecher der Initiative „Heimatboden“, zu der Protest zusammengeschlossen hat, möchte das weder bestätigen noch dementieren. „Dazu geben wir noch keinen Kommentar ab“, sagt er auf Hallo-Nachfrage. Auch zu dem Stadtratsbeschluss wird Heimatboden erst bei einer Pressekonferenz Stellung nehmen.

Ähnlich ist es bei den Befürwortern der SEM: Das Bündnis ProSEM hat ebenfalls angekündigt, diese Wochen weitere Informationen vorzulegen.

Claudia Schuri

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