Treffpunkt auf der Straße

Wird die Jugend im Regen stehen gelassen?

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Viele Jugendliche empfinden den Outdoor-Treff, an der Pappelallee, als nicht ausreichend.

Fasanerie – Ist das denn zu viel verlangt? Teenager in der Fasanerie wünschen sich einen Treffpunkt, der ihnen zumindest ein Dach über dem Kopf bietet – Doch die Umsetzung gestaltet sich schwierig...

Sie stehen buchstäblich auf der Straße. Wenn sich Christel, Mia, und Lea (alle Namen von der Redaktion geändert) mit Freunden – wie zum Beispiel Marie – treffen wollen, müssen sie das entweder zuhause machen oder irgendwo im Freien. „Manchmal nervt es unsere Eltern, wenn wir ständig Freunde einladen, ein Jugendtreff wäre toll“, meint die 15-jährige Mia. „Wir wollen uns bei schlechtem Wetter nicht draußen hinstellen.“ Das sagt auch Christel (17): „Hier gibt es für uns nichts, das ist so frustrierend.“

Das Problem ist Werner Paulus, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Fasanerie, bekannt: „Nicht nur die Jugend hat keine Anlaufstelle. Sogar die meisten Vereine, wie der Schachverein, haben keine Räume und müssen in Wirtshäuser für ihre Treffen ausweichen.“ Manchmal sei es auch möglich, in Räumen der Kirche unterzukommen, fügt Paulus hinzu. 

Das sei längst nicht ausreichend, betont er und fordert: „Was der Stadtteil braucht, ist ein Bürgerhaus für alle Generationen. Ein zentrales Gebäude, in dem sich Mütter, Senioren, Jugendliche oder eben auch Vereine treffen können.“ Die Lösung ist für ihn sehr einfach: „Wenn uns die Stadt eine Immobilie zur Verfügung stellt, kümmern wir uns um den Rest.“ 

Doch es gelten Richtlinien: „Ein solches Konzept betrifft mehrere Referate. Ob das überhaupt, und wenn wie, realisierbar ist, müssen wir prüfen“, heißt es aus dem Sozialreferat.

Immerhin, einen Outdoor-Treffpunkt gibt es inzwischen: „Es ist ein erster Ansatz“, bestätigt Paulus. „Aber die Realisierung hat ewig gedauert.“ Geplant haben den Platz an der Pappelallee seinerzeit Jugendliche, die ihn jetzt nicht mehr brauchen. So lange wollen Christel, Mia, Lea und ihre Freunde eigentlich nicht warten.

Manuela Praxl-Langer

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