Einzigartiger Eggarten

Kampf um grüne Oase

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Der Eggarten soll bebaut werden.

Lerchenau - Der Eggarten ist ein besonderes Stück München, soll aber überplant werden. Jetzt regt sich Widerstand

Große Gartenparzellen und alte Häuser, die immer wieder als Filmkulisse dienen: Die Kolonie Eggarten in der Lerchenau hat ein einzigartiges Flair. Doch das Areal soll überplant werden (Hallo berichtete). 

Martin Schreck

Das besorgt viele Bürger, wie Martin Schreck von den Altstadtfreunden. „Der Eggarten ist eine gewachsene Struktur, die man erhalten soll“, sagt er. Bei der Bürgerversammlung für Feldmoching-Hasenbergl stellte er zwei Anträge, die mit großer Mehrheit angenommen wurden. Er forderte, dass sowohl die Baumschutzverordnung der Landeshauptstadt als auch eine städtebauliche Erhaltungssatzung im Eggarten Anwendung finden. Tatsächlich gilt die Baumschutzverordnung nicht für den Eggarten. 

Vermutungen, wonach dort bis zu 900 Bäume gefällt werden sollen, widerspricht Ingo Trömer vom Planungsreferat: „Dazu lässt sich noch nichts sagen, wir stehen erst ganz am Anfang der Planungen“, sagt er. „Natürlich beachten wir den Baumschutz.“ Zunächst würde ein Strukturkonzept erstellt, bei dem eine Wohnbebauung geprüft wird. 

Die Eigentümer des Areals, zwei Immobiliengesellschaften, hoffen, dass noch in diesem Jahr ein planerischer Wettbewerb starten kann. Den verbleibenden Bewohnern und Gartlern würden Alternativstandorte angeboten, heißt es von der Immobiliengesellschaft CA Immo. Schreck hätte andere Ideen: „Man könnte ein Kreativquartier mit Angeboten für Künstler und Familien schaffen.“cla

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