Anwohner fordern Maßnahmen gegen Raser an der Pappelallee

„Hier sind unsere Kinder in Gefahr“

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Wenn der eigene Schulweg zur Gefahr wird: Aus Sorge um ihre Kinder stellten Anwohner der Fasanerie einen Antrag im Bezirksausschuss Feldmoching.

Fasanerie – Wenn der Schulweg Angst macht: Die Pappelallee ist nicht nur unübersichtlich und gefährlich, sie wird auch gerne von Rasern als Schleichweg genutzt

Stehen bleiben und erst einmal lange schauen, die Hand ordentlich rausstrecken und dann hoffen, dass nicht doch noch ein Raser um die Ecke schnellt: Genauso geht es den Schulkindern der Fasanerie. Denn: Auf ihrem täglichen Weg von der Grundschule an der Feldmochinger Straße Richtung Spielplatz oder nach Hause müssen die Kinder Max, Tom, Noah, Emily, Emi und Lea (von rechts) auf Höhe des Schnepfenwegs einmal quer über die Pappelallee spazieren. Doch als Zubringer in Richtung Karlsfelder- oder Feldmochinger Straße wird der Schleichweg vor allem im Berufsverkehr immer häufiger von Rasern genutzt.

„Von halb fünf bis neun Uhr rauscht da ein Auto nach dem anderen vorbei“, sagt Anwohner Andreas Biela (hintere Reihe, dritter von rechts). Der Lehrer forderte in der letzten Sitzung des Bezirksaus­schusses (BA) Feldmoching-Hasenbergl ein Dialog-Display stadteinwärts, um Rasern aufzuzeigen, dass in der gesamten Pappelallee nur 30 Stundenkilometer erlaubt sind. Fährt man zu schnell, guckt der Smiley auf dem Dialog-Display traurig – fährt man langsam genug, grinst er. „Da wäre der Lern­effekt gleich größer“, sagt Biela. Der Münchner organisisierte zusammen mit anderen Anwohnern bereits vorab eine Petition über das Bürgerportal muc.me. Auf der Internet-Plattform können sich betroffene Bürger über Ideen und Anträge zum Viertel austauschen (Hallo berichtete). „So haben wir schon viele Anwohner erreicht und auch der Verein Fasanerie e.V. würde sich beteiligen“, sagt Biela.

Der BA stimmte Bielas Vorhaben in der Sitzung mehrheitlich zu. Als nächster Schritt muss das Kreisverwaltungsreferat innerhalb eines Ortstermins klären, welche Installation für die Stelle am besten sei und wie am besten finanziert werden kann.

Julia Langhof

Baustelle

Die Stadtwerke erneuern eine Trinkwasserleitung in der Schneeglöckchenstraße. Dazu muss die alte Bestandsleitung durch eine neue ersetzt und einige Hausanschlüsse neu verlegt werden. Noch bis Ende November ist Befahren und Parken im Baustellenbereich nur eingeschränkt möglich.

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