Heimatforscher Volker D. Laturell dokumentiert Historie der Pfarrei Feldmoching

Feldmochinger Pfarrgeschichte: Anekdoten über Klos und faule Pfarrer

Die Geschichte der Pfarrei Feldmoching hat Volker D. Laturell aufgeschrieben – im Hintergrund ist ein historisches Kirchenbild zu sehen, das auch in seinem Buch abgebildet ist.
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Die Geschichte der Pfarrei Feldmoching hat Volker D. Laturell aufgeschrieben – im Hintergrund ist ein historisches Kirchenbild zu sehen, das auch in seinem Buch abgebildet ist.

Feldmoching: 468 Seiten lang ist das neue Buch vonHeimatforscher Volker D. Laturell: Dort erzählt er die Feldmochinger Pfarrgeschichte - mit vielen Geheimnissen und Anekdoten.

Ein Freund hat Heimatforscher Volker D. Laturell (78) noch gewarnt: „Schreib’ nie eine Pfarrgeschichte“, hatte er ihm geraden – denn das sei extrem viel Arbeit und zeitaufwendig. ­Laturell hat sich trotzdem dazu überreden lassen: Unzählige Stunden las er Sekundärliteratur, suchte Quellen und recherchierte in Kirchen. Jetzt ist seine „Geschichte der Pfarrei Feldmoching“ fertig. „Ich wollte das etwas gescheites geschrieben wird“, sagt er. „Eine Broschüre wäre viel zu wenig gewesen.“ 468 Seiten hat sein Buch jetzt, mit viel Text, vielen historischen Zitaten und über 300 Bilder. Und: mit ganz vielen Geheimnissen.

Anekdoten und Kuriositäten in der Pfarrei

Zum Beispiel, dass die erste Toilette im Inneren eines Hauses in Feldmoching im Pfarrhaus war – ein reines Fallklo, das alles andere als hygienisch war. Oder die ­Anekdote von dem Pfarrer, der sich geweigert hat, Messen zu halten, aber trotzdem das Geld kassiert hat. Oder Geschichten über die Klausen, die zur Pfarrei gehörten. Darunter versteht man einfache Einsiedlerwohnung mit Kapelle, kleinem Garten und Brunnen, überwiegend von Geistlichen bewohnt. Viele von ihnen waren dem Alkohol nicht abgeneigt – und wohl auch mal in eine Schlägerei verwickelt.

Feldmoching als Mutterpfarrei von Sankt Peter

Neben diesen kleinen Geschehnissen war es Volker D. Laturell wichtig, alte, längst vergessene kirchliche Bräuche und vor allem die große historische Bedeutung der Pfarrei Feldmoching aufzuzeigen. „Feldmoching war sogar die Mutterpfarrei von Sankt Peter in München“, erklärt er. Feldmochings Priester Heribort sei maßgeblich an der Gründung von St. Peter beteiligt gewesen. „Die Pfarrei hat eine sehr vielfältige Geschichte sagt Laturell. Damit diese nicht vergessen wird hat Laturell alles aufgeschrieben: Von den ersten mutmaßlichen christlichen Zeugnissen bis ins 21. Jahrhundert.

Claudia Schuri

Verkaufsbeginn des Buches „Geschichte der Pfarrei Feldmoching und ihrer Kirchen, Kapellen und Klausen in Feldmoching, Moosach, Milbertshofen, Schleißheim, Karlsfeld und Ludwigsfeld“ ist am Christkindlmarkt Feldmoching, der am Samstag, 16. Dezember, von 11.30 bis 17.30 Uhr und am Sonntag, 17. Dezember, von 11 bis 17.30 Uhr in der Mehrzweckhalle, Georg-Zech-Allee 15, stattfindet. Das Buch ist auch jeden Samstag von 14 bis 17 Uhr beim Kulturhistorischen Verein Feldmoching, Josef-Frankl-Straße 5, zu kaufen.

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