Aktion der Stadt

Hallo München-Report: Eine Schnitzeljagd durch die Stadt

Die Suche hat Redakteurin Claudia Schuri auch zum drittgrößten Badesee Münchens geführt – in Feldmoching-Hasenbergl.
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Die Suche hat Redakteurin Claudia Schuri auch zum drittgrößten Badesee Münchens geführt – in Feldmoching-Hasenbergl.
Hier wird München essbar: „München wird essbar“: Das gilt in Untergiesing an einem verwunschenen Ort südlich der Wittelsbacher Brücke. Dort kann man nicht nur Rosen bewundern, sondern auch selbst zur Schaufel greifen. Hobbygärtner schaffen sich als Beet-Paten einen Freiraum und bauen Bio-Gemüse an. Ein Trend, der immer beliebter wird, so Kerstin Langer: „Die Anfragen nach Gärtnerinitiativen nehmen zu.“ Den gesuchten Buchstabenhinweis findet man bei der Gießkanne.
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Hier wird München essbar: „München wird essbar“: Das gilt in Untergiesing an einem verwunschenen Ort südlich der Wittelsbacher Brücke. Dort kann man nicht nur Rosen bewundern, sondern auch selbst zur Schaufel greifen. Hobbygärtner schaffen sich als Beet-Paten einen Freiraum und bauen Bio-Gemüse an. Ein Trend, der immer beliebter wird, so Kerstin Langer: „Die Anfragen nach Gärtnerinitiativen nehmen zu.“ Den gesuchten Buchstabenhinweis findet man bei der Gießkanne.
Dornröschen kann wachgeküsst werden: Schön ist dieser Freiraum in Obersendling nicht. Im Gegenteil: Er hat den unrühmlichen Titel „hässlichster Platz Münchens“ . Doch: „Der Platz ist wie ein Dornröschen, das wachgeküsst werden kann“, sagt Kerstin Langer. In der Mitte des Platzes steht ein altes Tramhäuschen, es ist mit Graffiti besprüht und vor allem für Musiker, die dort einen Bandprobenraum haben, ein wichtiger Freiraum. Der gesuchte Hinweis ist mit einer Triangel gekennzeichnet.
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Dornröschen kann wachgeküsst werden: Schön ist dieser Freiraum in Obersendling nicht. Im Gegenteil: Er hat den unrühmlichen Titel „hässlichster Platz Münchens“ . Doch: „Der Platz ist wie ein Dornröschen, das wachgeküsst werden kann“, sagt Kerstin Langer. In der Mitte des Platzes steht ein altes Tramhäuschen, es ist mit Graffiti besprüht und vor allem für Musiker, die dort einen Bandprobenraum haben, ein wichtiger Freiraum. Der gesuchte Hinweis ist mit einer Triangel gekennzeichnet.
Kerstin Langer (Foto) arbeitet beim Planungsreferat in der Abteilung Grünplanung
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Kerstin Langer (Foto) arbeitet beim Planungsreferat in der Abteilung Grünplanung
Geschafft: Hallo-Mitarbeiterin Sabina Kläsener hat den Briefkasten am Ende der Schnitzeljagd mitten in Giesing entdeckt.
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Geschafft: Hallo-Mitarbeiterin Sabina Kläsener hat den Briefkasten am Ende der Schnitzeljagd mitten in Giesing entdeckt.

München: Welche Freiräume gibt es in München? Das können die Bürger bei einer Schnitzeljagd durch die Stadt herausfinden. Wir haben den Test gemacht. 

In München wird es eng: Immer mehr Menschen leben in der Stadt, immer mehr freie Flächen verschwinden. Die Nachverdichtung ist enorm. Die Bürger kämpfen um jede Freifläche, der die Bebauung droht. Dabei werden bestehende Freiräume oft nicht als solche wahrgenommen, glaubt das Planungsreferat und schickt die Münchner auf eine Schnitzeljagd.

Zehn Hinweise sollen die Teilnehmer quer durch die Stadt an die verschiedensten Orte schicken – beispielsweise an den drittgrößten Badesee Münchens, an ein altes Tramwartehäuschen oder in ein Gemüsebeet an der Isar. „Mit der Aktion wollen wir zeigen, dass Freiraumnutzung viele Facetten hat“, erklärt Mit-Organisatorin Kerstin Langer vom Referat für Stadtplanung, das die Freiraum-Suche gemeinsam mit dem Verein Green City initiiert hat.

An den Zielorten ist ein Buchstabe für ein Lösungswort versteckt, mit dem man Preise gewinnen kann. Am letzten Punkt der Schnitzeljagd – ein ehemaliges Autohändler-Gelände im Südosten, das jetzt für Events genutzt wird – hängt ein Briefkasten. Um sich am Gewinnspiel zu beteiligen, muss man dort die Rätsellösung einwerfen.

Hallo München hat sich schon auf die Suche gemacht und einige spannende Plätze entdeckt.

Wer sich selbst an der Aktion beteiligen möchte, hat noch bis Mittwoch, 31. Mai, Zeit. Die Hinweise findet man im Internet unter www.muenchen.de/freiraumsucher oder auf Postkarten, die montags, dienstags und donnerstags von 10 bis 17 Uhr im Plantreff, Blumenstraße 31, abgeholt werden können.


„Wir wollen auf Orte vor der Haustür aufmerksam machen“

Kerstin Langer (Foto) arbeitet beim Planungsreferat in der Abteilung Grünplanung

Kerstin Langer (Foto) arbeitet beim Planungsreferat in der Abteilung Grünplanung – und weiß genau Bescheid, wo im Stadtgebiet die Freiräume liegen. Im Hallo-Interview erklärt sie, wieso es sich lohnt, sich auf die Suche nach ihnen zu machen. 

Frau Langer, warum hat die Stadt die Schnitzeljagd gestartet?

Wir wollen langfristig die Öffentlichkeit bei der Freiraumentwicklung in München beteiligen. Die Freiräume werden nicht mehr, die Menschen aber schon. Da geht es darum, die Freiräume und die Qualitäten, die München dabei hat, langfristig zu erhalten.

Welche Freiräume haben Sie für die Aktion ausgewählt?

Die Freiräume sind quer durch die Stadt verteilt. Es sind nicht die klassischen bekannten Orte, sondern eher alltägliche Orte, die man vielleicht direkt vor der Haustüre hat oder an denen man auf dem Weg zur Arbeit vorbei kommt. Die Münchner sollen erfahren, dass es schöne Orte nicht nur im Umland sondern auch direkt in ihrer Nähe gibt. Wir wollen dabei auf die verschiedenen Freiraumqualitäten aufmerksam machen.

Was kann das zum Beispiel sein?

Freiraumnutzung hat viele Facetten. Bei einem Ort hat man vielleicht einen besonderen Blick auf die Landschaft, woanders kann man gut beobachten, wie sich eine Baustelle entwickelt und wieder woanders gibt es eine freie Fläche mitten im Wohngebiet. An manchen Orten der Freiraum-Suche bekommt man auch Ideen, wie man andere Flächen in seiner Nähe nutzen könnte.

cla

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