Francesco Pianeta

Aus dem Hasenbergl in den Ring

HASENBERGL Francesco Pianeta will sich gegen Ruslan Chagaev durchsetzen und Box-Weltmeister im Schwergewicht werden. Dafür trainiert er im Hasenbergl.

Fliegende Fäuste im Hasenbergl: Seit Januar trainiert der Boxer Francesco Pianeta (30, Foto oben) im Münchner Norden. Fast täglich ist er im Fitnesspark anzutreffen. Dort bereitet ihn sein Athletik- und Konditionstrainer, Alfred Segerer (54), auf seinen nächsten Kampf vor. Und der ist extrem wichtig für ihn. Am 11. Juli will sich Pianeta in Magdeburg den Weltmeistertitel im Schwergewicht vom amtierenden Meister Ruslan Chagaev holen. Wenn ihm das gelingt, tritt er in die Fußstapfen vom legenderen Max Schmeling (1905-2005).

„Dieser Titel bedeutet mir sehr, sehr viel“, sagt Pianeta. Deshalb trainiere er seit vier Jahren extrem hart für sein Ziel. Im Jahr 2013 hatte er es bereits einmal sehr weit geschafft. Er stand im Ring mit Wladimir Klitschko. Doch er scheiterte in der sechsten Runde durch ein K.o. daran, sich den WM-Titel zu holen. Klitschko lobte den gebürtigen Italiener aber dennoch und sagte ihm eine große Karriere voraus.

An der hat der 30-Jährige seitdem hart gearbeitet. Seit 14 Jahren ist Pianeta dem Boxen verfallen. Werktäglich verbringt er vier Stunden im Fitnesstudio, trainiert verschiedene Kraftarten, macht ein spezielles Medizinballprogramm sowie Koordinationstraining. „Er bekommt hier auch den konditionellen Schliff für zwölf Runden“, sagt Segerer.

2013: Francesco Pianeta (l.) kämpft gegen Wladimir Klitschko um den WM-Titel im Schwergewicht – der Deutsche verliert.

Warum der in Gelsenkirchen (NRW) lebende Sportler ausgerechnet imHasenbergl trainiert? „Der weltbeste Trainer hat mich gelockt“, sagt Pianeta. Der lebt nämlich seit vielen Jahren schon im Viertel. Segerer, ein ehemaliger Soldat, betreute seine Sportler bis zum Ende 2014 auf dem Kasernengelände. Mit seinem beruflichen Austritt brauchte er eine neue Trainingsstätte. Und die zu finden, gestaltete sich recht schwierig. „Ich habe vier Absagen bekommen“, sagt der Trainer. Der Inhaber des Fitnessparks hingegen war sofort begeistert.

„Boxen ist sehr kompliziert und mehr als reingehen und hauen“, betont Segerer. „Und wenn Francesco alles, was er gelernt hat, umsetzen kann, wird er Weltmeister.“ Pianeta selbst ist motiviert, aber auch realistisch: „Der Kampf wird schwer – Chagaev ist Weltmeister und will seinen Titel verteidigen.“

Maren Dopp 

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Ehrliche Münchnerinnen findet tausenden Euro Bargeld in Briefkuvert - und übergeben es der Polizei
Ehrliche Münchnerinnen findet tausenden Euro Bargeld in Briefkuvert - und übergeben es der Polizei
Vonovia-Klage: Münchner statuiert ein landesweites Exempel
Vonovia-Klage: Münchner statuiert ein landesweites Exempel
Bauland im Norden: Diese Entwicklungen sind neu
Bauland im Norden: Diese Entwicklungen sind neu
Grundstein für Großprojekt gelegt: Über 100 neue Werkswohnungen in Moosach
Grundstein für Großprojekt gelegt: Über 100 neue Werkswohnungen in Moosach

Kommentare